"Utrecht ist eine lebendige Studentenstadt mit einer ausgezeichneten Infrastruktur.“
In diesem Erfahrungsbericht möchte ich von meinem unvergesslichen Auslandssemester an der Gold Coast in Australien berichten. Ich studiere Wirtschaftsinformatik und hatte mich dafür entschieden, mein viertes Semester an der Southern Cross University (SCU) zu verbringen. Trotz anfänglicher Zweifel und großem Respekt vor diesem Schritt konnte ich mich schließlich dazu motivieren – nicht nur, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch, um neue akademische Perspektiven zu gewinnen und in eine andere Kultur einzutauchen. Ich hoffte, mich persönlich weiterzuentwickeln und an meinen eigenen Fähigkeiten zu arbeiten, um künftige Herausforderungen besser meistern zu können.
Organisatorisches
Die Bewerbung für das Erasmus-Praktikum verlief über das International Office der FHDW, das mich während des gesamten Prozesses unterstützt hat – von der Bewerbung bis zur Vertragsunterzeichnung.
Ein Visum war für den Aufenthalt nicht erforderlich. Kranken- und Reiseversicherung wurden von meinem Praxisunternehmen ermittelt. Eine Haftpflichtversicherung habe ich selbst beantragt. Die administrativen Schritte wie Learning Agreement und Praktikumsvereinbarung wurden digital abgewickelt, danach ausgedruckt und unterschrieben.
Die Kontaktaufnahme mit dem aufnehmenden Unternehmen erfolgte über Meetings in Paderborn, in denen ich meine Einsatzabteilung und Aufgabenbereiche kennenlernen konnte. Der gesamte Prozess verlief reibungslos und professionell.
Aufenthalt
Anreise und Unterkunft:
Ich reiste mit dem Bus (Flixbus) nach Utrecht und zurück. Eine Unterkunft habe ich in einem zentral gelegenen Studio gefunden. Mit dem Fahrrad waren es nur 15 Minuten bis zum Office. Die Wohnkosten betrugen etwa 1.450 € monatlich, inklusive Nebenkosten.
Unternehmen und Integration:
Das Praktikum absolvierte ich in der GRO-Abteilung (Growth) von Diebold Nixdorf. Diese Abteilung ist verantwortlich für interne Trainings, Innovationsinitiativen, Kundenbesuche sowie die Weiterentwicklung des Softwareportfolios. Ich wurde vom ersten Tag an freundlich in das Team integriert und konnte an regelmäßigen Teammeetings und Projekten teilnehmen.
Tätigkeitsschwerpunkte:
• Pflege und Auswertung von Roadmap-Berichtstabellen zur Portfolio-Analyse
• Erstellung und Tracking von internen Attendance Reports
• Betreuung internationaler Kunden sowie Präsentation moderner API-Technologien
• Teilnahme an einem dreitägigen globalen SME-Teammeeting
• Absolvierung mehrerer interner Schulungen zur Optimierung interner Sales-Prozesse
Freizeit und Umfeld:
Utrecht ist eine lebendige Studentenstadt mit einer ausgezeichneten Infrastruktur. Ich konnte Freizeitaktivitäten wie Fahrradtouren, Museumsbesuche und Wochenmärkte genießen. Öffentliche Verkehrsmittel (Bus, Bahn) sind zuverlässig, und durch die zentrale Lage waren Ausflüge problemlos möglich.
Lebenshaltungskosten:
Die monatlichen Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 2.000 € (Miete, Verpflegung, Transport und Freizeit). Lebensmittelpreise sind leicht höher als in Deutschland, dafür ist die Lebensqualität sehr hoch.
Fazit und Tipps
Das Praktikum in Utrecht war eine der wertvollsten Erfahrungen meines Studiums. Ich konnte nicht nur meine Kenntnisse im Bereich Business Process Management vertiefen, sondern auch ein internationales Netzwerk aufbauen. Die Zeit im Ausland hat meine fachlichen Fähigkeiten gestärkt, mein Interesse an IT-Consulting und Prozessmanagement vertieft und mir einen wertvollen Einblick in die internationale Arbeitswelt gegeben. Diese Erfahrung war sowohl beruflich als auch persönlich ein großer Gewinn. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung durch meine Hochschule, das Erasmus-Programm und Diebold Nixdorf in Utrecht, die mir dieses bereichernde und prägende Praktikum ermöglichten.
Künftigen Praktikanen kann ich folgendes empfehlen: Organisiert die Unterkunft frühzeitig und nehmt bereits vor Anreise mit den Kollegen Kontakt auf. Englischkenntnisse sind essenziell, und Offenheit für neue Arbeitsmethoden erleichtert den Einstieg erheblich.