Jeder Vierte investiert pandemiebedingte Ersparnisse in die Altersvorsorge. Das ist das Ergebnis des Deutschen Altersvorsorge-Index des DIVA.

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Deutscher Altersvorsorge-Index Frühjahr 2021

Die Corona-Krise trübt das Stimmungsbild der Menschen in Deutschland bezüglich ihrer Altersvorsorge ein. Nicht zuletzt deshalb investiert ein Viertel der Bürger pandemiebedingte Ersparnisse in die eigene Altersvorsorge. Das ist das Ergebnis des jüngsten Deutschen Altersvorsorge-Index des DIVA.


Menschen sparen in der Krise mehr fürs Alter

  • Die Pandemie drückt  die Stimmung der Bürgerinnen und Bürger bezüglich ihrer Altersvorsorge.
  • Mehr als die Hälfte geht von Einbußen bei der gesetzlichen Rente aus; die Sorge vor Altersarmut ist in der Bevölkerung präsent.
  • Auch deshalb wird vermehrtes Sparen in der Corona-Krise für mehr private Altersvorsorge verwendet – zunehmend mit aktienbasierten Anlagen.

Die Corona-Krise trübt das Stimmungsbild der Menschen in Deutschland bezüglich ihrer Altersvorsorge ein. Nicht zuletzt deshalb investiert ein Viertel der Bürgerinnen und Bürger pandemiebedingte Ersparnisse in die eigene Altersvorsorge. Das ist das Ergebnis des jüngsten Deutschen Altersvorsorge-Index des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) in Marburg, eines gemeinsamen Forschungsinstituts der FHDW und des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV). Der Index namens DIVAX-AV basiert auf einer zeit- und inhaltsgleichen Tandembefragung von 2.000 Bürgern und 800 BDV-Mitgliedern. Er ist im Frühjahr 2021 gegenüber dem Herbst 2020 von -1,4 auf -2,0 leicht gesunken.

Fast jeder fünfte befragte Bürger (18,5 %) gibt an, dass sich seine finanzielle Absicherung im Ruhestand verschlechtert hat. Gar mehr als jeder Zweite (54,7 %) geht beim Blick in die Zukunft für die kommenden zehn bis zwanzig Jahre von Einbußen bei der gesetzlichen Rente aus. FHDW-Professor und DIVA-Direktor Michael Heuser erklärt: „Natürlich spielt die Pandemie dabei eine Rolle. Den Menschen wir zunehmend bewusst, dass der Sozialstaat auch wegen der gigantischen Corona-Schulden den Gürtel in Zukunft enger schnallen muss. Hinzu kommt ganz konkret, dass Kurzarbeit von Millionen Menschen deren Einzahlungen und damit spätere Ansprüche an die gesetzliche Rente verringert. Und nicht zuletzt drohen in einigen Branchen wie im Hotel- und Gastgewerbe Insolvenzen und Arbeitslosigkeit.“

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass die Sorge vor Altersarmut in der Bevölkerung deutlich präsent ist. Bemerkenswert sei aber, so der DIVA-Experte, dass diesbezügliche Sorgen um so größer seien, je jünger und also je weiter von der Rente entfernt die Menschen seien. Fast 60 % der Altersgruppen unter 40 Jahren und immer noch mehr als 50 % über 40 Jahre äußern sich besorgt. Bei Bürgern über 50 Jahren sinkt dann der Anteil auf 44 %.

Ein weiterer Befund der Befragung: Die Menschen sparen in der Corona-Krise mehr; rund die Hälfte legt zusätzlich Geld auf die hohe Kante. Das sei nicht verwunderlich, meint Heuser: „Zum einen ist in Krisen Vorsichtssparen typisch; hinzu kommt, dass den Menschen derzeit die Gelegenheiten zum Geldausgeben fehlen.“ Kaum Gelegenheit und Bedarf für neue Outfits, keine Einkaufsbummel, keine Restaurantbesuche, keine Kinos und Feste, keine Urlaube und Kurztrips – das zwangsläufig Gesparte ließe sich auch im Internet-Shopping nicht komplett ausgeben.

Mit diesem eingesparten Geld ergänzt immerhin ein Viertel aller Befragten sein private Altersvorsorge. Dass dies vermehrt in aktienbasierten Anlageformen geschehe, deute darauf hin, dass es inzwischen ein breites Angebot an Börsenlösungen für die Altersvorsorge gebe und dieses gut angenommen werde. Heuser: „Für die eigene Altersvorsorge verfügbare Mittel in solide Börsenprodukte zu stecken, ist eine kluge und weitsichtige Entscheidung.“

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