Der DIVAX-AV des DIVA zeigt: Die Corona-Krise wirkt sich zunehmend auch im Bereich der Altersvorsorge auf das Stimmungsbild der Bürger aus.

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Trotz zunehmender Corona-Sorgen: Selbständige robust

Der aktuelle Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) des Deutsche Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) zeigt: Die Corona-Krise wirkt sich zunehmend auch im Bereich der Altersvorsorge auf das Stimmungsbild der Bürger aus. 


Deutscher Altersvorsorge-Index Frühjahr 2021 – DIVAX-AV

  • Selbstständige wirken stabiler als manches Unternehmen.
  • Mehr als die Hälfte kann ihren Umsatz halten oder ausbauen.
  • Allerdings: Fast ein Drittel muss auf Rücklagen fürs Alter zurückgreifen, um die Existenz abzusichern. Die staatlichen Corona-Hilfen reichen nicht.
  • Das DIVA-Institut fordert: Der Staat darf die Selbstständigen auf der Corona-Zielgeraden nicht allein lassen.

Der aktuelle Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) zeigt: Die Corona-Krise wirkt sich zunehmend auch im Bereich der Altersvorsorge auf das Stimmungsbild der Bürger aus. Der Index ist gegenüber Herbst 2020 von -1,4 auf -2,0 leicht gesunken. Aufschlussreich ist eine zusätzliche Sonderbefragung von bundesweit 510 Selbstständigen. Auch diese zeigen sich mit Blick auf ihre Altersvorsorge verunsichert. Dennoch wirken sie finanziell robuster und stabiler als manches große Unternehmen. Das DIVA in Marburg ist das gemeinsame Forschungsinstitut der FHDW und des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV).

Mehr als die Hälfte der befragten Selbstständigen konnte in der Coronakrise ihren Umsatz halten (45 %) oder sogar ausbauen (7,1 %). Allerdings erlitten auch 46,5 % Umsatzeinbußen, die Hälfte davon mehr als 50 % ihres Umsatzes. Davon sind insbesondere ältere Selbstständige ab 50 Jahren betroffen. Nur eine Minderheit von rund 36 % der Befragten bemühte sich um Corona-Hilfen vom Staat, über 70 % davon erhielten sie auch. Die Hälfte nimmt aber an, dass das nicht reichen wird, um den Geschäftsbetrieb künftig zu gewährleisten. FHDW-Professor und DIVA-Direktor Michael Heuser: „Für die Selbstständigen wird es zu einer ‚Normalität‘ noch dauern.“

52 % der Selbstständigen äußern die Besorgnis, dass ihre Altersvorsorge unzureichend sein könnte. Weibliche Befragte befürchten dieses deutlich häufiger als männliche (59 % zu 43 %) und Befragte aus dem Osten deutlich häufiger als Befragte aus dem Westen (60 % zu 48 %). Fast ein Drittel (29,2 %) musste bereits auf Rücklagen fürs Alter zurückgreifen, um die Existenz zu sichern, ein Drittel (33 %) davon auf mehr als 50 % ihrer Rücklagen.

Dennoch wechselten nur wenige Selbstständige (7,8 %) ihre beruflichen Tätigkeit oder erwägen dies konkret in den nächsten Monaten. DIVA-Leiter Heuser: „Selbstständige können ihre berufliche Existenz - anders als bilanzierende Unternehmen – eine ganze Weile auch durch Rückgriff auf Reserven im privaten Bereich sichern.“ Über 90 % sähen in ihrer aktuellen Tätigkeit grundsätzlich auch ihre berufliche Zukunft – wenngleich ein Fünftel davon unter dem Vorbehalt einer baldigen Besserung der Situation. „Es wäre angebracht, dass der Staat den Selbstständigen mehr unter die Arme greift. Ihre Robustheit und Stabilität sind starke volkswirtschaftliche Argumente!“, so Heuser.   

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