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Bergisch Gladbach
Mountainbike-Studie für „Das Bergische“ 

Studierende haben für „Das Bergische“ eine Studie zum Mountainbike-Tourismus im Bergischen Land durchgeführt. Fazit: Die Region hat großes Potenzial, die Infrastruktur ist aber noch ausbaufähig. 


Wie sieht eigentlich der typische Mountainbiker im Bergischen aus? Eine der Ausgangsfragen, mit denen zwölf Studierende des BWL-Studiengangs mit der Spezialisierung Tourismus und Eventmanagement an der FHDW in Bergisch Gladbach an das Thema Mountainbiking im Bergischen herangegangen sind. In Kooperation mit der Tourismusagentur für das Bergische Land, „Das Bergische“, haben die angehenden Tourismus-Manager im Rahmen der Vorlesung „Destination Management“ eine Studie zum Thema erarbeitet.  

Persönlich und online hat die Gruppe unter der Leitung der FHDW-Dozentin Ina Zinkernagel dazu die Biker im Bergischen befragt. Der Durchschnitts-Mountainbiker in der Region ist demnach zwischen 30 und 40 Jahre alt, überwiegend männlich, fährt zu zweit oder in der Gruppe Strecken von 20 bis 30 Kilometer und kommt zum Großteil aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis. „Außerdem haben wir festgestellt, dass die Mountainbiker hier in der Region vor allem die Natur schätzen: Schöne, naturnahe Strecken, die abwechslungsreiche Landschaft, es sind hauptsächlich Tourenfahrer, die hierherkommen und die finden auch das, was sie suchen“, sagt Zinkernagel. 

In anderer Form sei aber auch im Bergischen die Infrastruktur ausbaufähig. Nur einige wenige Gastronomen und Hoteliers sind der Studie nach im Bergischen auf die Bedürfnisse der Mountainbiker eingestellt. Außerdem fehle es an Streckenbeschilderungen, die neben dem Komfort für die Biker auch eine stärkere Besucherlenkung und damit eine Konfliktvermeidung mit anderen Waldnutzern wie etwa Wanderern zur Folge hätte. Auch Verpflegungsmöglichkeiten direkt an der Strecke oder größere Events, Mountainbikeschulen oder Verleihstationen, wie es sie etwa in der Eifel oder im Sauerland gibt, sind hier Fehlanzeige. „Denkbar wären auch Touristikpakete in Kombination mit kulinarischen Programmen oder Wellnessangeboten“, sagt Zinkernagel.  

„Durch die Landschaft und auch schon einige attraktive Strecken hat die Region sicher mehr Potenzial“, glaubt Zinkernagel. Vor allem unter dem Aspekt des generell ansteigenden Inlandstourismus in Deutschland. „Wir haben ein überproportionales Wachstum des Deutschland-Tourismus, das spürt jede Destination und will natürlich auch daran teilhaben. Daher stellt sich auch die Region hier neu auf.“  

Bei „Das Bergische“ nimmt man die Ergebnisse der Studie in die Arbeit auf. Geschäftsführer Tobias Kelter: „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Studenten der FHDW sich in ihrer Studie dem Thema Mountainbike-Tourismus im Bergischen angenommen haben. Sie haben da sehr professionell gearbeitet. Die Ergebnisse werden wir in unsere zukünftige Arbeit einfließen lassen.

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