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Bergisch Gladbach
Hochschulluft geschnuppert

Die letzten zwei Tage der Sommerferien nutzten einige Schüler in Bergisch Gladbach, um in den Hochschulalltag einzutauchen.


Die letzten zwei Tage der Sommerferien nutzten einige Schüler in Bergisch Gladbach, um reale Hochschulluft zu schnuppern. An der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) konnten sie gemeinsam mit Studierenden höherer Semester Vorlesungen der Studienfächer Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaft besuchen, mit den Studierenden und Dozenten in Kontakt kommen sowie wichtige Fragen zum Ablauf der dualen Studiengänge mit dem Career Service besprechen.

Nicht nur ein Studium selbst, auch die Organisation auf dem Weg zum Bachelor kann eine Herausforderung für junge Menschen sein. Nadja Cornelius weiß das gut. Sie arbeitet für den Career Service an der FHDW in Bergisch Gladbach. Der Career Service unterstützt die Studierenden an der Hochschule bei allen organisatorischen Angelegenheiten bis zum Abschluss, die Arbeit des Teams setzt aber schon vor dem Start des Studiums an. So führte Cornelius auch die 14 Schüler durch die zwei Tage des Schnupperstudiums, das zukünftige Abiturienten auf den Einstieg ins Studium vorbereiten soll. 

Denn da ging es neben den inhaltlichen Fragen im Studium zum Beispiel auch um den modularen Aufbau eines Bachelor-Studiums, um Fragen rund um die Praxisphasen des dualen Studiums und um Credit Points. Credit Points erhalten Studierende für besuchte Veranstaltungen oder abgegebene Hausarbeiten und sie sind ein Richtwert für den zeitlichen Arbeitsaufwand, den man als Studierender im Durchschnitt dafür aufwenden muss. „Was sind Module, wie funktionieren die Credit Points? Für jemanden, der noch nie davon gehört hat, kann das schon verwirrend sein“, sagt Cornelius. „Daher stehen wir mehrmals am Tag mit den Schnupperstudierenden im Austausch, aber natürlich auch zu den Inhalten der Vorlesungen, die sie besuchen.“

Bei den Schnuppertagen besuchen die Schüler reguläre Vorlesungen. Der 17-jährige Lennard zum Beispiel macht im nächsten Jahr sein Abitur am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium in Bergisch Gladbach, interessiert sich für ein Betriebswirtschaftsstudium. „Ich wollte einfach mal erleben, wie so eine Vorlesung wirklich abläuft.“ So saß er am Montagmorgen in der Vorlesung „Investition“. Gemeinsam mit Studierenden und seinem Schulkameraden Lukas (16), der 2021 Abitur macht. „Der Professor hat sich darum gekümmert, dass wir eine Ahnung davon bekommen, um was es geht“, sagt Lukas, der anschließend noch die Vorlesung „Finanzierung“ besuchte. „Das war schon sehr anspruchsvoll, immerhin war die Vorlesung für das vierte Semester, aber es war eine angenehme Stimmung.“

In der Mittagspause konnten die beiden Cornelius berichten, wie sie die Unterrichtssituation erlebt haben. „Mir ist natürlich wichtig, ob sie etwas mitbekommen haben“, so Cornelius, die bei den Gesprächen in der Pause auch von dem Leiter des FHDW-Campus, Dr.-Ing. Alexander Brändle und dem BWL-Dekan der FHDW, Prof. Dr. Frank Wallau, unterstützt wurde. Dabei ging es auch um spezifische inhaltliche Fragen rund um das Studium der Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik und um die Kooperationen mit den Partnerunternehmen der Fachhochschule.

Die Partnerunternehmen nehmen die Studierenden der FHDW in den Praxisphasen auf, in der Regel kommen sie auch für Studiengebühren und teilweise auch für den Lebensunterhalt der dualen Bachelor-Studierenden auf. „Denen, die jetzt wirklich an einem Studium bei uns interessiert sind“, so Brändle, „habe ich geraten, zu unserem Tag der offenen Tür am 28. September zu kommen. Dort stellen sich unter anderem auch über 40 Partnerunternehmen vor.“