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Pressemitteilungen

08.07.2019: FHDW-Beachvolleyball-Turnier in Bergisch Gladbach

Dozenten siegen mit Olympiasieger 

Im Sommer 2012 holte der deutsche Beachvolleyballer Jonas Reckermann olympisches Gold in London. Am Sonntag stand bei der WM in Hamburg wieder ein deutsches Team kurz vor einem großen internationalen Turniersieg, doch für Julius Thole und Clemens Wickle wurde es leider nur Silber. Wieder dabei am Rothenbaum war aber der 40-jährige Reckermann. Er war am Samstag als Co-Kommentator des ZDF beim Finale der Frauen im Einsatz. Noch am Freitag (5.7.) war der Ex-Profi und TV-Sportexperte zu Gast beim Beachvolleyball-Turnier der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach. 

17 Mannschaften mit insgesamt 120 Studierenden der FHDW-Campusse in Bergisch Gladbach, Mettmann, Paderborn, Bielefeld und Marburg hatten hier gegeneinander gespielt. Olympiasieger Reckermann kommentierte das Finale, überreichte anschließend den Siegerpokal an das nach dem Dozenten und Coach Peter Tutt benannte Team „Tatütatutti“ und unterstützte in einem finalen Showmatch erfolgreich das Team der FHDW-Dozenten gegen die Siegermannschaft. Das ging 16:14 für die Dozenten aus. „Beachvolleyball ist super, es ist natürlich mein Lieblingssport und mein erster Eindruck ist, die haben hier alle sehr viel Spaß dabei, und das ist auch gut“, war er vom Einsatz der FHDW-Studierenden beeindruckt. „Beachvolleyball ist sehr gesund, ich habe es während des Studiums auch als Ausgleich gemacht. Man braucht schon eine gute Ausdauer und auch Kraft und es ist für jeden geeignet. Außerdem hält es auch den Geist auf Trab“, warb der fünfmalige Deutsche Meister für seinen Sport.

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  1. Auf der Beachvolleyball-Anlage im „Alten Freibad“ überreichte der Olympiasieger von 2012, Jonas Reckermann, der Siegermannschaft „Tatütatutti“ den Gewinnerpokal. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  2. Von 14 bis 18 Uhr kämpften die Mannschaften der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) im „Alten Freibad“ gegeneinander, anschließend gab es eine Party. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  3. Beachvolleyball-Olympiasieger Jonas Reckermann mit einem Team und Fans vor den Finals in Bergisch Gladbach. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  4. Einen von Jonas Reckermann handsignierten Ball gab es für Dozent Peter Tutt, den Coach des Siegerteams. Foto: Klaus Pehle/FHDW

03.06.2019: FHDW-Wirtschaftsforum zur DSGVO

Datenschutzverordnung bewirkt mehr als allgemein bekannt 

Ein Jahr nach Inkrafttreten der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zogen zwei Experten an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) Bilanz. Ihr Fazit: Die DSGVO belastet kleine und mittelständische Unternehmen mit hohem Arbeitsaufwand, sorgt aber auch bei den Datenschutzrichtlinien der Global Player für Verbrauchersicherheit.

„Ich stimme den Nutzungsbedingungen von Google zu und habe die Datenschutzerklärung gelesen.“ Der Satz ist wohl fast jedem bekannt, wird täglich tausende Male zustimmend angeklickt, ist aber unter Berücksichtigung der DSGVO nicht unbedingt rechtskonform. „Dazu gibt es eine klare Aussage des Kammergerichts Berlin und das heißt: Das lassen wir so nicht durchgehen.“ Dr. Matthias Rudolph ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht in der Kölner Anwaltskanzlei Frey und war zum Wirtschaftsforum der FHDW in Bergisch Gladbach gekommen, um die praktischen Folgen der DSGVO ein Jahr nach dem Inkrafttreten der EU-Verordnung aufzuzeigen.

Vor allem zwei Urteile des Kammergerichts Berlin waren dabei für viele der Gäste überraschend. Weit verbreitet ist das Vorurteil, die DSGVO würde ihre eigentliche Zielsetzung, den Verbraucher gegen das Datensammeln der großen Konzerne zu schützen, verfehlen. Das Kammergericht Berlin hat allerdings schon in zwei Fällen die Datenschutzrichtlinien von Google und dem Apple Shop angemahnt.  Konkret hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Datenschutzhinweise der Konzerne in ihrer Version von 2012 geklagt. Entscheidend war dabei das komplexe Regelwerk, das hinter den Einwilligungserklärungen durch die Nutzer steht. Diese seien im Fall Google nur nach rechtlicher Prüfung für die User wirklich verständlich, zu redundant formuliert, außerdem würde dem Unternehmen dadurch gestattet, auch vom Nutzer bereits zurückgezogene Daten weiterhin zu speichern. Bei Apple bemängelte das Gericht unter anderem, dass die Verarbeitung persönlicher Daten nicht zur eigentlichen Vertragserfüllung erforderlich sei. „Mit diesen Fällen sind klare Maßstäbe für zukünftige Entscheidungen gesetzt worden“, machte Rudolph die Bedeutung der Urteile aus dem Jahr 2018 deutlich.

Wie die Umsetzung der DSGVO bei den deutschen Unternehmen läuft, erklärte der zweite Experte des Abends. Ralf Gogolin ist Geschäftsführer des Wermelskirchener IT-Beratungsunternehmens HEGO GmbH, das Unternehmen unter anderem im Bereich Datenschutz berät. „27 Prozent aller deutschen Unternehmen haben die DSGVO bislang umgesetzt“, berichtete er. Auch er vertritt die Meinung, die DSGVO sei besser als ihr Ruf. Unter anderem Fake-News hätten die Verordnung in Misskredit gebracht. So war zum Beispiel eine Meldung im Umlauf, Namensschilder an Haustüren müssten nun aus Datenschutzgründen abmontiert werden. „Das hat eine nicht so besonders positive Stimmung erzeugt, dabei hat die DSGVO das Bewusstsein für den Datenschutz erhöht und das war ja auch ihr Ziel.“ Die Anzahl der Beschwerden bei den Aufsichtsbehörden in Nordrhein-Westfalen stieg von 4.400 Fällen im Jahr 2017 auf 12.000 im vergangenen Jahr, bis Mai 2019 waren es für das laufende Jahr schon 4.800. Um einer Beschwerde zu entgehen, müssen Unternehmen aktiv werden und das verursacht Kosten. Die größten Probleme bei der Umsetzung, so Gogolin, haben kleinen und mittelständische Unternehmen sowie Vereine.  

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Ralf Gogolin (HEGO GmbH, Wermelskirchen), Dr. Matthias Rudolph (Anwaltskanzlei Frey, Köln) und Dr.-Ing. Alexander Brändle, Leiter des FHDW-Campus Bergisch Gladbach. Foto: Klaus Pehle/FHDW

23.05.2019: Europawochen an der FHDW

Vier Tage vor der Europa-Wahl in Deutschland standen bei den Europawochen der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) die Studierenden im Mittelpunkt: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil war nach Bergisch Gladbach gekommen, um exklusiv mit den jungen Menschen über die entscheidenden Themen der Europawahl zu diskutieren.

Lebhaft ging es zu bei der Diskussion. Lars Klingbeil (41), seit Dezember 2017 Generalsekretär der SPD, stellte sich am vergangenen Mittwoch den Fragen von rund 120 Studierenden der Fachhochschule der Wirtschaft sowie Schülerinnen und Schülern des „bib International College“. Der Besuch Klingbeils war die letzte Veranstaltung der Europawochen der FHDW. Mit der Veranstaltungsreihe wollte die Fachhochschule vor allem ihre Studierenden motivieren, sich auf politischer Ebene mit dem Thema Europa auseinanderzusetzen. Das war auch Klingbeils Anliegen. „Ich glaube, dass diese Wahl für euch sehr wichtig sein wird und ich wünsche mir, dass Europa nach der Wahl stärker ist.“

Die jungen Menschen fragten Klingbeil zum Aufbau einer europäischen Armee, nach Förderungsmöglichkeiten von Umwelttechnologie und Maßnahmen zum Klimaschutz, nach der Bedeutung von Gentechnik für den Standort Deutschland und natürlich nach dem neuen Grundrenten-Konzept der SPD „Das kann sehr schnell kommen“, unterstützte Klingbeil den Vorschlag seines Generalsekretär-Vorgängers Hubertus Heil (SPD), seit 2018 Minister für Arbeit und Soziales. Wann denn genau, wollten die Diskutanten wissen. „Wenn die CDU ihren Widerstand aufgibt“, seine Antwort. Klingbeil würdigte aber auch Leistungen seines GroKo-Kollegen Jens Spahn (CDU). Der Gesundheitsminister mache „einen guten Job“. Klingbeil schaute sich vor der Diskussion die FHDW an und ließ sich über die Strukturen der privaten Hochschule informieren. „Hier hätte ich auch gerne studiert“, war er von den Räumen und der Atmosphäre angetan. Vor allem lobte er die Arbeit der Fachhochschule bei der Digitalisierung des Mittelstandes und Unternehmen der Old Economy. „Ich glaube, dass dies das Entscheidende für Deutschland sein wird.“

Der Mittelstand war am Abend zuvor Thema bei der Veranstaltung der FHDW in den Räumen der RheinEnergie in Köln. Prof. Frank Wallau, Dekan für Betriebswirtschaft an der FHDW und Experte für die Ökonomie des Mittelstands, referierte dort über das Verhältnis der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland zur EU: „Von der Warenfreiheit haben viele profitiert, das sieht man an der Exportsumme. Die europäischen Partner sind da sehr wichtig, 60 Prozent aller deutschen Exporte gehen in die EU. Die Steuern werden aber hier gezahlt und hier entstehen Arbeitsplätze, was wiederum den Konsum hierzulande ankurbelt“, so Wallau vor interessierten Bürgern und Unternehmern. „Man kann es nicht wirklich in konkreten volkswirtschaftlichen Zahlen ausdrücken, aber der Mittelstand hat von den offenen Grenzen, vom Binnenmarkt, profitiert. Auf der anderen Seite haben wir natürlich durch Richtlinien und Verordnungen aus Brüssel viel Bürokratie, die aber in den letzten Jahren systematisch abgebaut wurden. Die Frage, was die Umsetzung von Richtlinien und Verordnungen in den Unternehmen kostet, muss für die nächste EU-Kommission ganz nach oben auf die Prioritätenliste.“

„Ich glaube, mit unseren Europawochen haben wir dazu beigetragen, dass die Europawahl in der Öffentlichkeit präsenter geworden ist und bei unseren Studierenden zu einem europäischeren Bewusstsein geführt hat. Genau das war auch unser Anliegen“, so das Fazit von Dr.-Ing. Alexander Brändle. Der Leiter des Campus der FHDW in Bergisch Gladbach war erfreut über das Engagement der Studierenden, die zahlreich zu den Veranstaltungen erschienen waren und sich in den Diskussionen interessiert und gut informiert zeigten. 

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  1. Lars Klingbeil, seit Ende 2017 Generalsekretär der SPD, war am Mittwochmorgen zu Gast an der FHDW. Die Diskussionsrunde mit Studierenden war die letzte Veranstaltung der FHDW-Europawochen. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  2. Eine lebhafte Diskussion erlebten die Studierenden der FHDW mit Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, am Mittwoch. Foto: Klaus Pehle/FHDW

14.05.2019: FHDW-Themenwochen Europa an FHDW in Bergisch Gladbach 

Konkurrenzfähige Wirtschaft und umfassender Klimaschutz 

Zum Auftakt der Europawochen an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) waren der nordrhein-westfälische Staatsminister Christoph Dammermann (FDP) und Klimaforscher Prof. Dr. Niklas Höhne zu Gast. Beide waren von den Bergisch Gladbacher Ortsverbänden der Parteien eingeladen worden, Dammermann von der FDP und Höhne von den Grünen. Die FHDW stellte die Räume und das technische Equipment.

Der digitale Wandel, die nordrhein-westfälische Wirtschaft und der Klimaschutz waren die Hauptthemen der ersten beiden Abende der Europawochen an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW). Den Start machte Staatssekretär Christoph Dammermann. Die FDP in Bergisch Gladbach hatte ihren Parteikollegen aus dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie eingeladen, um über „Nordrhein-Westfalens Chancen in einem erneuerten Europa“ zu sprechen und das Thema mit den Gästen zu diskutieren. Dammermann sieht Europa vor allem in einem starken wirtschaftlichen Wettbewerb mit Nord-Amerika und China. Der 51-Jährige erinnerte sich dabei an seine ersten Online-Buchbestellungen. Die liefen noch über „buch.de“. Die Plattform aus Münster ist Vergangenheit, an die populären Onlinehändler aus den USA kommt kaum ein deutsches Unternehmen ran. „Da stehen wir in einem massiven Wettbewerb.“ Er habe keine Angst davor, dass die Digitalisierung Arbeitsplätze vernichten werde. „Aber ich mache mir Sorgen, dass sie in einer anderen Region zu finden sind.“ Einer europaweit einheitlichen Sozialpolitik erteilte er eine Abfuhr, forderte aber stärkere wirtschaftliche Kooperationen innerhalb der EU, um die Stellung im globalen Markt nicht zu verlieren. „Wir sind reich im Erwirtschaften – noch …“, warnt er. Eine Chance sieht Dammermann in der Transformation, die der Wirtschaft im Bereich Klimaschutz bevorsteht. Man müsse Industrieland bleiben und gleichzeitig die Wende mit innovativer Technologie hinbekommen. „Dann werden alle sagen: Seht mal Deutschland.“

Dass Klimapolitik in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, machte nicht nur die Gästezahl am nächsten Abend klar. Die rund 90 Zuhörer und Zuhörerinnen (bei Dammermann waren es etwa 50) diskutierten nach dem gut verständlichen Vortrag „Das Klima und wir – von der internationalen Klimadiskussion bis zum persönlichen Beitrag“ von Prof. Dr. Niklas Höhne eifrig. Die Grünen in Bergisch Gladbach hatten den Mitautoren am UN-Weltklimabericht und Gründer des Kölner New Climate Institute an die FHDW eingeladen. Höhne machte deutlich, dass die bisher getroffenen Ziele der Politik, die CO2-Emissionen einzudämmen, weder ausreichen noch einzuhalten sind: „Die Maßnahmen reichen nicht.“ Aufgrund von Nachbesserungen und engeren Emissionswerten in der nahen Zukunft hält der Physiker eine Begrenzung der Erderwärmung um maximal 1,5 Grad aber für realistisch. Auch aus wirtschaftlicher Perspektive. Auf 50 Jahre gesehen würden die Kosten für klimaschützende Maßnahmen und den Umbau der Wirtschaft 2 bis 5 Prozent des wirtschaftlichen Wachstums in Industrieländern schlucken. Im Verhältnis zu den Kosten von Klimaschäden eine geringe Zahl: „Es kostet 20 Prozent, wenn man nichts tut.“

Begrüßt wurden beide Gäste der Europawochen von Prof. Dr. Frank Wallau. Der Dekan für Betriebswirtschaft an der FHDW wird selbst den nächsten Vortrag halten: Am Dienstag, 21. Mai um 18 Uhr spricht der Experte für mittelständische Wirtschaft in der Zentrale der RheinEnergie (Parkgürtel 24, Köln) zum Thema „Mittelstand und Europa, Fluch und Segen?“. Anmeldungen sind möglich auf https://www.fhdw.de/europa2019.html.

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  1. Bild: Prof. Dr. Niklas Höhne, Mit-Autor des Weltklimaberichtes der UN und Gründer des New Climate Institute, zu Gast an der FHDW. Foto: Gisela Quadflieg/FHDW
  2. Bild: Staatssekretär Christoph Dammermann (2.v.r.) mit Prof. Dr. Frank Wallau, Dekan für Betriebswirtschaft an der FHDW, Anita Rick-Blunck, Vorsitzende der FDP in Bergisch Gladbach, und der FDP-Europakandidatin für den Rheinisch-Bergischen Kreis, Annina Frangenberg. Foto: Klaus Pehle/FHDW 

03.05.2019: Global Azure Bootcamp in Bergisch Gladbach

Microsoft-Geschäftsführerin zu Gast an der FHDW 

Rund 120 Vertreter von Unternehmen verschiedenster Branchen nahmen am Samstag, 27. April 2019, am Microsoft Global Azure Bootcamp an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) teil. Als Keynote-Speakerin des global durchgeführten Trainings für die Cloud-Plattform Azure war die Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, Sabine Bendiek, zu Gast. 

Bill Gates Vision lebt und entwickelt sich weiter. „Seine große Vision war es, dass auf jedem Schreibtisch ein Computer steht“, blickt Sabine Bendiek zurück an die Anfänge ihres Unternehmens, das der damalige Student Gates 1975 gründete. In ihrer Keynote-Speech zum Global Azure Bootcamp an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach machte die Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland deutlich, dass mit dieser Vision auch das Ziel verbunden war, eine Demokratisierung der Arbeitswelt zu erreichen. Die ist längst Alltag geworden ist und entwickelt sich bis heute weiter. Beim Cloud-Computing stehen Anwendern auf einer Plattform im Netz alle Daten und alle Anwendungen über einen Internetanschluss zur Verfügung. Durch die Auslagerung von Daten und Programmen auf externe Server braucht der Anwender heute keinen leistungsstarken Rechner mit großem Speicher mehr. Und er kann sich über individuell eingerichtete Anwendungen genau die Programmumgebung schaffen, die er für seine Arbeit braucht.

Wie das mit dem Microsoft-Produkt Azure funktioniert, lernten rund 120 Vertreter von Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen in dem von Microsoft durchgeführten Global Azure Bootcamp an der FHDW. Der Trainingstag war einer von 13 in Deutschland, weltweit gab es rund 250 dieser Bootcamps. „Wir sind stolz darauf, dass Microsoft das Bootcamp hier bei uns durchgeführt hat“, sagt Dr.-Ing. Alexander Brändle, der den FHDW-Campus in Bergisch Gladbach leitet und den Trainingstag mit einer Begrüßungsrede eröffnete. Unter den Teilnehmern konnte er auch einige Vertreter von Partnerunternehmen der FHDW begrüßen. In den Studiengängen Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaft wird an der FHDW viel Wert auf die Vermittlung von digitalen Kompetenzen gelegt. „Daher passt das Bootcamp gut hierher“ so Brändle, der selbst vor seiner Hochschultätigkeit in der Entwicklungsabteilung von Microsoft beschäftigt war.

Mit dem fortschreitenden Einsatz der digitalen Technologie ist auch eine weitere Umstrukturierung der Arbeitswelt verbunden. Da Systeme, Pattformen, Anwendungen und Dienste von Anbietern wie Microsoft permanent weiterentwickelt werden, müssen auch die Anwender stetig auf dem Laufenden gehalten werden. Das wiederum müsse auch zu einem Umdenken in Gesellschaft und Politik führen, fordert Bendiek: „90 Prozent der heutigen Bildungskosten in Deutschland entfallen auf die ersten 25 Lebensjahre eines Menschen, da müssen wir noch ein bisschen dran arbeiten.“

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  1. Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, vor den Teilnehmern des Global Azure Bootcamps an der FHDW in Bergisch Gladbach. Foto: Alexander Brändle/FHDW
  2. Sabine Bendiek

18.03.2019: Tag der offenen Tür an der FHDW in Bergisch Gladbach

AXA Services Germany GmbH neuer Kooperationspartner der FHDW 

Am Samstag, 16. März 2019, waren insgesamt 36 Unternehmen als Kooperationspartner auf dem Tag der offenen Tür an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW). Zufrieden waren alle – auch das jüngste Partnerunternehmen der FHDW: die AXA Services Germany GmbH. 

Die Tinte unter dem Kooperationsvertrag zwischen der AXA Services Germany GmbH und der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) war noch nicht ganz trocken, da hatte sich für Helmut Schmidt die Fahrt von Köln nach Bergisch Gladbach schon gelohnt. „Wir hatten schon einige gute Gespräche mit Interessenten“, zog er gegen Samstagmittag ein erstes Fazit zum Tag der offenen Tür an der FHDW.

Der Geschäftsführer der AXA Services Germany GmbH war nicht nur zur Vertragsunterzeichnung in die Kreisstadt gekommen, er führte auch zahlreiche Gespräche mit künftigen Abiturienten, die sich für ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik an der FHDW interessieren. Bei der AXA Services Germany GmbH, die deutschlandweit rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, können die Studierenden im Rahmen dieses Studiums in Zukunft ihre Praxisphasen absolvieren.

Hauptsächlich ist die AXA Services Germany GmbH im Bereich der IT-Dienstleistungen für den AXA-Konzern tätig. „Daher suchen wir Wirtschaftsinformatiker, vor allem in den Bereichen Entwicklung und Cyber Security“, erklärt Schmidt. „Im Bereich Cyber Security merken wir in der gesamten AXA-Gruppe, dass das Thema eine immer größere Bedeutung bekommt und dass wir da immer mehr qualifizierte Mitarbeiter brauchen. Und die sind mittlerweile nicht mehr einfach zu finden. Von daher ist es für uns ein spannendes Thema, dass die FHDW genau diesen Studiengang anbietet.“ Seit Herbst 2018 haben Studierende der Wirtschaftsinformatik an der FHDW die Möglichkeit, sich mit der Spezialisierung Cyber Security im Studium auf das Thema IT-Sicherheit zu fokussieren. „Das bietet uns ganz neue Optionen, junge, qualifizierte Menschen für dieses Thema zu gewinnen und unseren Bedarf an Mitarbeitern in diesem Bereich zu decken“, so Schmidt.

 Die Mehrzahl der Unternehmen, die sich neben Dozenten und Mitarbeitern der FHDW auf dem Tag der offenen Tür präsentierten, war auf der Suche nach IT-lern. „Das bietet den Interessenten, die heute hier sind, natürlich sehr aussichtsreiche Karrierechancen“, sagt Dr.-Ing. Alexander Brändle, der den Campus der FHDW in Bergisch Gladbach leitet. „Und im Regelfall übernehmen die Unternehmen auch die Studiengebühren.“

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  1. Helmut Schmidt (rechts, Geschäftsführer AXA Services Germany GmbH), Nicole Knährich (Mitte, Ausbildungsleitung AXA Services Germany GmbH) und Prof. Dr. Frank Wallau (Dekan BWL, FHDW) unterzeichneten auf dem Tag der offenen Tür am Samstag einen Kooperationsvertrag. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  2. Auch Soennecken war auf der Suche nach Interessenten für das duale Studium. Foto: Klaus Pehle/FHDW

22.02.2019: FHDW in Paderborn lud zum Wirtschaftsforum "Deutsche Unternehmen in China"

Enviplan aus Lichtenau erobert den chinesischen Markt

Von Produktpiraterie und langwierigen Markenstreitigkeiten war die Rede. Aber auch von absolut vertrauensvoller Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern. Einig waren sich alle Referenten beim Wirtschaftsforum der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in ihrem Urteil: Der chinesische Markt bietet deutschen Unternehmen sehr gute Aussichten für ihre Geschäfte. 

Ganz unterschiedliche Strategien kommen zum Tragen, wenn deutsche Unternehmen in China aktiv werden. Ob mit Kooperationspartnern oder in sogenannten Joint Ventures oder eben in Lizenzmodellen, wie die Lichtenauer Enviplan es versucht hat, um auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. Spezialisiert auf die Klärung von Abwasser hat sich Roland Damann, Geschäftsführer der enviplan Ingenieurgesellschaft, intensiv mit dem chinesischen Markt auseinandergesetzt.

Allem voran mit der Wettbewerbssituation. Immerhin gibt es über 1.000 Wettbewerber in China. Aber mit patentierten Verfahren, bei denen jede Anlage eine Einzelfertigung ist, konnte er mit Lizenzen den Markteintritt im Reich der Mitte optimal organisieren: „Aufgrund der technischen Spezialisierung und unserem Know-how aus über 300 Projekten weltweit wussten wir, was wir wollen und was wir können“, erläutert Damann dem Publikum. Inzwischen zählt der chinesische Lizenznehmer Shuimu zu den Top 10 der chinesischen Start-ups in der Umwelttechnik. Und die Aussichten sind rosig: In den kommenden Jahren werden 20.000 kommunale Kläranlagen gebaut oder erweitert. Für Damann liegt auf der Hand: „Natürlich sind wir klein, aber scheinbar marktgerecht innovativ. Und das ist entscheidend.“

Das zu den 15 größten Süßwarenherstellern weltweit zählende Haller Unternehmen August Storck verfolgt eine andere Strategie. „Wir liefern ausschließlich Fertigwaren nach China“, erläutert Gunnar Schweitzer, bei Storck zuständig für die Fertigwarendisposition in Asien.

Überrascht wurde Storck von dem Hype um Knoppers, der das Unternehmen vollkommen unvorbereitet traf. Aufgrund verschiedener Lebensmittelskandale wie Gammelfleisch und Speiseöl entwickelte sich die Nachfrage nach ausländischen Lebensmitteln in atemberaubender Geschwindigkeit. „In China gibt es eine gut situierte Mittelschicht von rund 100 Millionen Menschen, die sich diese leisten können. Durch die sozialen Medien wie WeChat beschleunigen solche Hypes umso mehr“, wie Schweitzer sagt. Diese rasante Entwicklung ging sogar soweit, dass versucht wurde Knoppers-Bestände aus anderen Ländern aufzukaufen, um sie in China zu vertreiben.

Aufgrund der langen Transportwege sei zudem wegen der relativ kurzen Mindesthaltbarkeit für das Milchcremeprodukt ein ganz anderes Problem entstanden: „Mit einer dreimal dickeren Folie konnten wir das aber lösen, und haben inzwischen eine Haltbarkeit von 12 Monaten für den chinesischen Markt realisiert“, so Schweitzer weiter.

Von enormen Wachstumsraten bei der E-Mobilität in China berichtetet Christoph Hoene, Geschäftsführer der gleichnamigen Unternehmensberatung aus Stuttgart. „E-Mobilität in China ist auf der Überholspur. Auch wenn der chinesische Markt eine enorme Nachfrage nach Batterien erzeuge, ist sich Hoene sicher, dass chinesische Autohersteller bald auch den Weltmarkt mit ihren E-Autos bedienen könnten.

Nach dem Start von Tesla sind in China eine Vielzahl neuer Unternehmen gegründet worden, die sich auf die alternative Antriebsart für Fahrzeuge spezialisiert haben. Dieses Geschäft haben deutsche Unternehmen schlichtweg verpasst, so Hoene. Erst langsam versuchten sie Fuß zu fassen, wie beispielsweise VW, das sich gemeinsam mit General Motors am chinesischen Autohersteller NIO beteiligt habe. „Auch wenn der chinesische Markt eine enorme Nachfrage nach Batterien erzeuge, ist sich Hoene sicher, dass chinesische Autohersteller bald auf den Weltmarkt mit ihren E-Autos bedienen könnten. Ein Beispiel dafür sei CATL (Contemporary Amperex Technology Co): Der größte Batteriezellen-Hersteller in China möchte auch weltweit der größte Anbieter werden und plant die Fertigung von Batterien für die E-Mobilität in Thüringen.

Dieses Investment zeige, dass der Zug auch in die andere Richtung unterwegs ist und sich deutsche Unternehmen auf einen starken Wettbewerb auf den Märkten der Zukunft im eigenen Land einstellen müsse, so Professor Langemeyer, Prodekan Betriebswirtschaft an der FHDW. 

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Stellten Strategien für das China-Geschäft deutscher Unternehmen vor (v. l.): Christoph Hoene, Hoene Consult, Stuttgart; FHDW-Prodekan Betriebswirtschaft, Prof. Dr. Heiner Langemeyer; Roland Damann, Geschäftsführer enviplan Ingenieurgesellschaft Lichtenau, und Gunnar Schweitzer, August Storck KG, Halle. Bildnachweis: FHDW

01.02.2019: Städtisches Gymnasium Delbrück gewinnt Abi Quiz Night

Paderborn. Am 29.01.2019 ging es für 23 Teams aus 15 weiterführenden Schulen um alles: Zu gewinnen gab es 1.000 € für die Abiturkasse.

In zwei spannenden Quizrunden mit je 20 Fragen und einem Interaktivspiel setzte sich das Städtische Gymnasium Delbrück durch und nahm das Preisgeld mit nach Hause. Ganz knapp dahinter sicherte sich das Team vom Gymnasium Theodorianum in Paderborn den zweiten Platz mit 500 € Preisgeld. Den dritten Platz belegte das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium aus Hamm und konnte somit 250 € für die Jahrgangskasse gewinnen. 

Die Abi Quiz Night der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) war, wie bereits in den vergangenen Jahren, komplett ausgebucht. „In diesem Jahr unterstützten uns auch zwei Partnerunternehmen bei dem Event: Axon aus Paderborn sponserte das Interaktivspiel "Juggling a Soccer Ball" und Bertelsmann organisierte die Verpflegung für die rund 120 Schüler“, erklärt Benjamin Meinhardt aus dem Career Service, der gemeinsam mit Dajana Deppenmeier das Event moderierte.

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Das Siegerteam vom Städtischen Gymnasium Delbrück. Foto: Maria Behling/FHDW

21.01.2019: Bachelor-Urkunden an 33 Studierende aus Bergisch Gladbach und Mettmann

FHDW verabschiedet Studierende mit Feierstunde

Bergisch Gladbach. 33 Absolventen des dualen Studiums an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) haben am Freitag, 18. Januar 2019, im Bensberger Kardinal Schulte Haus ihre Bachelor-Urkunden erhalten. 

Es ist der Abschluss ihres dreijährigen dualen Studiums: 33 Absolventen der FHDW haben am Freitagabend in Bensberg ihre Bachelor-Urkunden erhalten. 27 davon hatten ihr Studium in Bergisch Gladbach absolviert, sechs am FHDW-Campus Mettmann. Nach der Begrüßung durch den Leiter des Campus in Bergisch Gladbach, Dr.-Ing. Alexander Brändle, betonte Gastrednerin Angela Sommerfeld (Human Resources Director BNP Paribas Lease Group Deutschland) den Vorteil eines aus Praxis- und Theoriephasen kombinierten dualen Studiums: „Die Studierenden können sich dadurch sehr schnell bei uns einbringen, die Auffassungsgabe ist sehr hoch. Sie wechseln während ihrer Zeit bei uns die Abteilungen und man merkt, dass sie sich sehr schnell in neue Themen einarbeiten können. Wir haben fertige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn sie ihr Studium abgeschlossen haben“, sagt die Personalverantwortliche eines der führenden Leasinganbieters in Deutschland mit Sitz in Köln.

Von den Studierenden aus Bergisch Gladbach haben 15 ihren Abschluss in Wirtschaftsinformatik gemacht, zwölf in Betriebswirtschaft. Zu den Gästen zählten viele Vertreter der Partnerunternehmen der FHDW, unter anderem vom Landschaftsverband Rheinland, der Rheinenergie, Steinmüller und HDI.

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  1. Gastrednerin war am Freitagabend Angela Sommerfeld (Human Resources Director BNP Paribas Lease Group Deutschland), hier mit Maren Bank, die ihre Praxisphasen bei der BNP Paribas Lease Group Deutschland gemacht hat und Dr.-Ing. Alexander Brändle, Leiter FHDW-Campus Bergisch Gladbach. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  2. Zum Abschluss der Urkundenübergabe warfen die Absolventen fröhlich ihre traditionellen Hüte in die Luft. Foto: Oliver Siebenborn/FHDW 

15.01.2019: FHDW erfolgreich systemakkreditiert

Qualität im Studium von höchster Stelle bescheinigt

Die private Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) hat den Prozess der Systemakkreditierung erfolgreich absolviert. Damit wird bestätigt: Die Hochschule garantiert für höchste Qualität ihrer Studiengänge.

In einer Feierstunde überreichte die Geschäftsführerin der Akkreditierungsagentur FIBAA, Prof. Dr. Kerstin Fink, dem Präsidium der FHDW die Akkreditierungsurkunde. „Die Systemakkreditierung ist noch kein Standard an deutschen Hochschulen, sondern etwas Besonderes, bedeutet sie doch eine starke qualitative Weiterentwicklung“, betonte sie. Bundesweit sind insgesamt nur 73 Hochschulen systemakkreditiert, davon sechs in Nordrhein-Westfalen.

„Mit der Systemakkreditierung erhält die FHDW ein großes Stück Autonomie. Künftig können wir unsere Studiengänge selbst akkreditieren und schneller an den Start bringen", erklärte FHDW-Präsident Prof. Dr. Stefan Nieland. „Die Urkunde der FIBAA spiegelt aber auch wider, dass es uns erfolgreich gelingt, junge Menschen in den Beruf zu bringen“, erläutert Hartmut Klein, FHDW-Vizepräsident für Studium und Qualitätssicherung. „Jeder, der an der FHDW studiert, vertraut darauf, dass wir unseren Job richtig machen – dieser Verantwortung werden wir gerecht.“

Bereits im Dezember 2018 schloss die FHDW das über zwei Jahre andauernde Projekt der Systemakkreditierung erfolgreich ab. Die Gutachter der Akkreditierungsagentur FIBAA fällten nach eingehender Prüfung ihre positive Entscheidung: Die FHDW ist in der Lage, die geforderten Qualitätsstandards in Studium und Lehre dauerhaft zu gewährleisten. Damit erfüllt sie die gesetzlichen Vorgaben für die Bachelor- und Master-Studiengänge. „Vor allem der Theorie-Praxis-Wechsel zwischen Hochschule und Unternehmen gelingt der FHDW überzeugend“ erklärte Prof. Dr. Kerstin Fink. 

In einer Systemakkreditierung wird das Qualitätssicherungssystem einer Hochschule daraufhin überprüft, ob es so funktioniert, dass die Hochschule für die Qualität ihrer Studiengänge garantieren kann. An der FHDW hat die Akkreditierungsagentur FIBAA nach den Vorgaben des bundesweiten Akkreditierungsrates das Qualitätssicherungssystem überprüft. Dabei wurden z. B. die Lehrveranstaltungen, das Prüfungssystem und das Management von Lehrbeauftragten begutachtet.

FIBAA – Foundation for International Business Administration Accreditation
Die FIBAA ist eine europäische, international ausgerichtete Agentur für Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in der wissenschaftlichen Bildung, die insbesondere für Employability, Internationalisierung, Anwendungsorientierung und Stakeholderdialog steht.

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Freuten sich über die erfolgreiche Systemakkreditierung der Hochschule (v. l.): FHDW-Kanzler Georg Herrmann, FHDW-Präsident Prof. Dr. Stefan Nieland, FIBAA-Geschäftsführerin Prof. Dr. Kerstin Fink und die FHDW-Vizepräsidenten Hartmut Klein und Prof. Dr. Eckhard Koch. Foto: Silke Fischer, FHDW

04.12.2018: FHDW in Bielefeld lud zur Diskussion über zukunftsorientierte Fachkräftesicherung

Regionale Netzwerke forcieren

Der Bedarf an Fachkräften und jungen Menschen, die eine Karriere auf fachlicher Ebene anstreben, bleibt ungebrochen hoch. Im Zuge der Mitarbeitergewinnung und -bindung gewinnt dabei der Faktor Regionalität an Bedeutung. Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) lud zusammen mit der Joblocal GmbH am Donnerstag, den 29.11.2018 ein, in den Ravensberger Park ein, um über zukunftsorientierte Fachkräftesicherung für Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe zu debattieren. Rund 60 Vertreter von Unternehmen und Schulen verfolgten die Fachvorträge zur Bedeutung von regionalen Jobportalen, technologischen Trends im Recruiting und berufsnahen Aus- und Weiterbildungsformen im Hochschulwesen.

Prof. Dr. Thomas Jensen, Leiter des FHDW-Campus Bielefeld, sprach darüber, wie Unternehmen und Schulen bei dem riesigen Angebot von Studiengängen und vor allem Studienmodellen den Überblick behalten und für Mitarbeiter oder Schüler die richtige Auswahl bzw. eine individuelle Beratung geben können. „Neben der klassischen universitären Ausbildung entscheiden sich immer mehr Unternehmen dazu, ein duales Studium anzubieten, weil es ein Vorteil ist, junge Talente bereits frühzeitig mit den immer spezifischeren Anforderungen im Betrieb vertraut zu machen“, so Jensen. Zudem wies er auf die Möglichkeiten eines berufsbegleitenden Studiums als Wertschätzung gegenüber dem Arbeitnehmer und somit Werkzeug der Mitarbeiterbindung hin.

Anschließend erinnerte Prof. Dr. Micha Bergsiek an den Trend, dass trotz Internationalisierung die Perspektive in der heimischen Region für viele junge Menschen wieder ein entscheidender Faktor sei. Dementsprechend sei es für Unternehmen zwingend notwendig, ihre Werbeaktivitäten an regionalen Gesichtspunkten und Netzwerken zu platzieren.

„Eine repräsentative Umfrage bei Unternehmen und Schulen fand heraus, dass 90 Prozent der Stellen regional besetzt werden, aber viele Unternehmen der Region den Schülern nicht bekannt sind“, so Bergsiek. Um diesen Erkenntnissen entgegenzuwirken, wurde eine Plattform gegründet, die ausschließlich regionale Unternehmen mit ihren Stellenanzeigen präsentiert. Als Unterstützer dieser Plattform bestätigte der Vertreter des BVMW, Udo Wiemann, die Notwendigkeit, regionale Netzwerke zu forcieren. Die heimischen Unternehmen erhielten so die Möglichkeit, ihre Bekanntheit zu steigern und sich als attraktiver Arbeitgeber vorzustellen.

Dieser Vortrag diente als Überleitung für Dominic Bönisch, Gründer und Geschäftsführer der Joblocal GmbH. Dominic Bönisch berichtete über Herausforderungen im Recruiting und Konsequenzen für das Personalwesen. Dabei ging er auf technologische Trends sowie die zukünftige Bedeutung der Arbeitgeberattraktivität im Recruiting ein. Bei der immer größeren Fülle von Angeboten und den Präferenzen von Bewerbern ist es wichtig, sich als attraktiver Arbeitgeber für die gewünschten Zielgruppen mit technischem Verständnis zu positionieren.

Beim anschließenden Get-together wurde in den Gesprächen zwischen Gästen und Referenten immer wieder deutlich, dass vor allem die Thematik der intelligenten Bündelung von Werbemaßnahmen zur zielgruppengerechten Ansprache für die Unternehmen von Bedeutung ist. Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass man mit der Auswahl von richtigen Strategien durchaus in der Lage ist, die exponentiell wachsenden Möglichkeiten der Digitalisierung für das Personalwesen zu kanalisieren. 

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Im Gespräch zu digitalen Trends im Recruitiing (v. l.): Dominic Bönisch, Joblocal GmbH; Udo Wiemann, BVMW; Prof. Dr. Micha Bergsiek, FHDW; Carmen Tetzlaff, Christina Kassis, beide Arntz Beteiligungs GmbH & Co. KG; Philipp Bruskolini, HEGLA GmbH & Co. KG; Prof. Dr. Thomas Jensen, FHDW

05.11.2018: FHDW in Bergisch Gladbach lud zum Wirtschaftsforum zum Thema DSGVO

Mittelstand und Behörden sind teilweise überfordert

Wie sieht es ein halbes Jahr nach Inkrafttreten der DSGVO in der EU mit der Umsetzung aus? Darüber sprachen an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) zwei ausgewiesene Fachleute: Die unternehmerische Sicht stellte Ralf Gogolin (Geschäftsführer des IT-Beratungsunternehmens HEGO GmbH) dar. Welche juristischen Folgen die Datenschutz-Grundverordnung hat, zeigte Fachanwalt Dr. Matthias Rudolph (Anwaltskanzlei Frey) auf.

Die befürchtete große Abmahnwelle blieb aus. Dennoch haben viele Unternehmen noch großen Aufholbedarf bei der Umsetzung der gesetzlichen Regeln, die seit dem 25. Mai 2018 durch die Datenschutz-Grundverordnung innerhalb der Europäischen Union Pflicht sind. „Es hapert vor allem noch bei kleinen Unternehmen und beim Mittelstand“, stellte Ralf Gogolin auf dem Wirtschaftsforum der FHDW fest. Gogolin ist Geschäftsführer der HEGO Informationstechnologie GmbH in Wermelskirchen. Das Unternehmen berät Firmen u. a. in Fragen des Datenschutzes. Viele kleine und mittelständische Betriebe sind demnach noch nicht wirklich fit, um den neuen Anforderungen in vollem Umfang gerecht zu werden. „Der Datenschutz schließt aber keinen aus“, sagte Ralf Gogolin. Wer ein kleines Auto fahre, müsse sich ja schließlich auch an die Straßenverkehrsordnung halten.

Welche konkreten juristischen Folgen ein unsachgemäßer Umgang mit personenbezogenen Daten haben kann, erläuterte der zweite Gast auf dem Wirtschaftsforum. Dr. Matthias Rudolph berät als Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei der Kölner Kanzlei Frey Mandaten bei den Prozessen der Digitalisierung. Die große befürchtete Abmahnwelle sei nicht ins Rollen gekommen, so der Anwalt. In mehreren Beispielen nannte er aber eine Reihe von Gerichtsurteilen, die sich auf die DSGVO bezogen. Es ging um Videos, die ein Friseur von seinen Kunden ohne deren Wissen ins Netz gestellt hatte, um die Besonderheiten bei journalistischen Veröffentlichungen und um Videoaufzeichnungen, die ein Unternehmen zur Überwachung macht und abspeichert. Spannend sei vor allem der Prozess in der Urteilssprechung: „Es wird sich noch eine umfangreiche Kasuistik entwickeln“, sagte Rudolph angesichts der noch verhältnismäßig wenigen Einzelfällen.

Interessant war auch Gogolins Blick auf die unterschiedliche Ausstattung der Landes-Behörden, die Anfragen zur DSGVO zu bearbeiten haben. In Berlin habe sich die Anfragezahl seit Mai verfünffacht, in Schleswig-Holstein konnten Anfragen zeitweise nur noch schriftlich beantwortet werden, meistens ging es um nicht gelöschte Mitarbeiter-Accounts, um E-Mail-Werbung und das generelle „Recht auf Vergessenwerden“, also die Löschung personenbezogener Daten. Ein gutes Urteil vom Experten bekam dabei die Stelle der nordrhein-westfälischen Landesbeauftragten für Datenschutz, Helga Block. „Es findet eine zügige Bearbeitung grundlegender Verstöße, im Regelfall innerhalb drei Wochen, statt und die Zusammenarbeit hat gut funktioniert“, so seine Erfahrung. 

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Dr.-Ing. Alexander Brändle (r.) begrüßte zwei Datenschutz-Fachleute an der FHDW in Bergisch Gladbach: Ralf Gogolin von der Wermelskirchener HEGO GmbH (M.) und Dr. Matthias Rudolph von der Kölner Anwaltskanzlei Frey. Foto: Klaus Pehle, FHDW


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