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„Wir haben nicht nur das Lernen an einer anderen Hochschule kennengelernt, sondern konnten echte Freundschaften über Ländergrenzen hinweg schließen."

Erfahrungsbericht von Andreas Lorenz, Alexander Steiner, Lea Voß, Rebecca Sanner und Martin Stollberg

Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik, Auslandssemester September – Dezember 2019 in Riga/Lettland an der Turiba University
Gefördert über Erasmus+

Im vierten Semester haben wir – unterstützt durch das Erasmus+ Programm und unser Partnerunternehmen Bertelsmann – in der Hauptstadt Lettlands ein Auslandssemester absolviert. Lettland ist eines der drei baltischen Länder und gehörte ehemals zur Sowjetunion. Viel mehr weiß der Durchschnittsbürger wohl nicht. Erst vor Ort haben wir zum Beispiel gelernt, dass Lettland eines der innovativsten Länder der Welt ist, mit der weltweit viertschnellsten Internetverbindung sowie 600 WiFi-Spots allein in Riga.

Das Erasmus+ Programm verbindet nicht nur europäische, sondern Bürger der ganzen Welt miteinander. Riga ist mittlerweile bekannt für seine Erasmus-Studenten und die Stadt ist sehr dankbar für die kulturelle Vielfalt. Dadurch finden auch oftmals Events auf Englisch statt. In der begrenzten Zeit unseres 100-tägigen Aufenthalts konnten wir durch viele Aktivitäten und Reisen unsere Teamfähigkeit sowie kommunikativen Stärken ausbauen, die uns in unserem späteren Berufsleben weiterbringen werden.

10 To-dos vor der Abfahrt

Nachdem man sich erfolgreich bei der FHDW für das Auslandssemester beworben hat (Motivationsschreiben + CV), folgen diese Schritte:

  1. Verschiedene Dokumente für die FHDW und das Erasmus+ Programm ausfüllen und abgeben (alle Dokumente werden von der FHDW zur Verfügung gestellt und von diesem auch an Erasmus+ weitergeleitet).
  2. Für Erasmus+ braucht man im Ausland eine Kranken- und Haftpflichtversicherung. Dafür gibt es beispielsweise den DAAD. Unsere Reise zählte aber als Dienstreise, wodurch unsere Versicherungen alle über Bertelsmann liefen und wir uns hier nicht extra absichern mussten.
  3. Online-Sprachtest über die Englischkenntnisse abschließen. (Dieser dient lediglich zur Einschätzung des Sprachniveaus. Die erreichte Punktzahl ist für das Erasmus+ Semester unerheblich.)
  4. Bei der Turiba anmelden (hier wird man ebenfalls von der FHDW unterstützt).
  5. Einen Wohnheimplatz an der Turiba anfragen (möglichst früh, da die 2-Bett-Zimmer schnell vergeben sind). Am besten erwähnen, dass man Erasmus-Student ist.
  6. Flug buchen (Hinflug reicht erstmal). In Riga kann man auch seine ESN-Card beantragen, mit der man für den Rückflug mit Ryanair bis zu 10 % Rabatt erhält, + 20 kg Gepäck gratis.
  7. Ggf. gegen Hepatitis A/B impfen lassen.
  8. Ggf. einen Reisepass beantragen, falls man Ausflüge nach Russland oder Weißrussland unternehmen möchte.
  9. Ein Visum ist für Lettland nicht nötig, für Ausflüge nach Russland und Weißrussland muss ggf. eines beantragt werden.
  10. Da Lettland in der EU ist und im EU-Raum Roaming verfügbar ist, ist es nicht nötig, sich eine neue Sim-Karte zu kaufen. Die deutsche kann ohne Probleme weiter genutzt werden. Wer sich jedoch eine lokale Nummer kaufen und die sehr günstigen Flatrates nutzen möchte, kann sich vor Ort eine Sim-Karte kaufen (ca. 15 € für Unlimited Data).

Koffer packen

  • Kreditkarte (z. B. DKB oder N26) --> In Lettland und den umliegenden Ländern ist es sehr üblich, alles mit Kreditkarte zu bezahlen (Auch Google Pay und Apple Pay wird größtenteils akzeptiert).
  • Ggf. Reisepass mit mehr als 6 Monaten Gültigkeit nach Abreise
  • Unterlagen zu Erasmus (Learning Agreement, Grant Agreement…)
  • Evtl. ein aktuelles Foto in digital und analog (für die ESN-Card braucht man ein analoges Foto, für das E-Visum für Russland braucht man ein digitales Foto, das nicht älter als 6 Monate ist → kann ggf. auch vor Ort besorgt werden)
  • Geschirrtuch, Messer, Gabel, Löffel, Teller, Kochtopf für das Wohnheim. In der Küche gibt es leider keine Ausstattung. Sonst kann alles auch günstig vor Ort gekauft werden. Die kleinen Sachen kann man aber sonst auch schon aus Deutschland mitnehmen.

Anreise

Vor der Flugreise haben wir der Turiba unsere Flugnummern mitgeteilt. Daraufhin wurden dann kostenlose Transporte vom Flughafen zu unseren Unterkünften organisiert.

Nach der Landung am Flughafen in Riga, der nicht sonderlich groß ist, wird man mit dem Taxi zur Unterkunft gebracht. Weitere Anweisungen, wie man den Taxiservice findet, bekommt man vorab per Mail zugeschickt.

Das Studium an der Turiba

An der Turiba wird viel Wert auf das Eigenstudium gelegt. So hat man nicht so viele Kontaktstunden wie in Deutschland, muss dafür aber mehr Tests schreiben bzw. Hausarbeiten abgeben. Man hat in den Kursen bis zu drei Tests und ein Examen. Die Tests sind meistens Präsentationen, die man auch in Gruppen bis zu vier Leuten halten darf. 

Insbesondere durch diese Chance der Gruppenarbeit hat sich uns die Möglichkeit geboten, gemeinsam mit Menschen aus anderen Kulturen zusammenzuarbeiten. Folgende Kurse haben wir belegt:

KurseKommentar
Communication management and media studies  
Marketing  
Entrepreneurship  
Digital Marketing  
Consumers behaviour in market  
Betriebssysteme Unterricht als E-Learning über Teams mit einem Dozenten der FHDW 
Lektüre über Geschäftsprozesse + Multiple Choice Test Um das Modul betriebliche Geschäftsprozesse und Informationssysteme abzudecken 

 

Wohnheim direkt an der Uni

Direkt an der Turiba gibt es ein Wohnheim. Hier kann man preiswert und gut untergebracht werden. Auf einem bestimmten Flur wohnen nur Erasmus-Studenten, wodurch man schnell mit diesen in Kontakt kommt und auch viel gemeinsam unternehmen kann.

Die Toiletten und Duschen teilt man sich mit den Flurbewohnern. Auf jedem Flur gibt es außerdem eine Gemeinschaftsküche. Töpfe, Pfannen usw. werden leider nicht zur Verfügung gestellt und müssen gekauft werden. Oft kann man sich hier aber auch die Utensilien mit den anderen Studenten teilen. Bettwäsche sowie ein kleines und ein großes Handtuch werden vom Wohnheim zur Verfügung gestellt und können alle zwei Wochen ausgewechselt werden.

Gleichzeitig werden auch etwaige Reinigungsutensilien individuell genutzt. Hier können z. B. Besen, Reinigungsmittel etc. im lokalen Supermarkt gekauft werden. Ebenso empfiehlt sich z. B. die Anschaffung eines Wäscheständers. Alternativ können Waschmaschine und Trockner für jeweils 1,50 bis 2 € genutzt werden.

So sahen die Kosten für die Zimmer bei uns aus:

1-Bett Zimmer (sehr schwer zu kriegen)140,00 €/Monat
2-Bett Zimmer120,00 €/Monat
3-Bett-Zimmer80,00 €/Monat
4-Bett-Zimmer60,00 €/Monat

Anmerkung: Ab Januar 2020 steigen die Preise. Ein aktueller Preis sollte also auf der Homepage des Turiba Hostels nachgeschaut werden.

Leben in Riga

Schöne Stadt, viele Parks – gut geeignet fürs Laufen oder Spazierengehen, Fitnessstudio „Capital Gym“ in der Nähe der Turiba (25 bis 30 €/Monat ohne Langzeitvertrag). Als Alternative können einige Trainingsgeräte in der Turnhalle der Universität kostenlos zu bestimmten Zeiten genutzt werden.

Ein Schwimmbad befindet sich ca. 800 Meter vom Wohnheim entfernt. Dort kann man sowohl morgens als auch abends schwimmen gehen. Jedoch kann man sich nur abends Eintrittskarten kaufen. Am besten, man fragt an der Information nach einem englischsprachigen Informationszettel. Eine Badekappe ist jedoch in den meisten Schwimmbädern Pflicht.

Mittagessen kann man von montags bis samstags in der Kantine. Ein Studentenmenü kostet dort 3,60 € (Stand 2019). Lettisches Essen findet man in der Innenstadt bei Lido. Außerdem können wir die Restaurants Street Fries Kitchen, Street Burgers und Ezitis Migla empfehlen (günstig und gute Atmosphäre).

Der öffentliche Nahverkehr ist vergleichsweise günstig. Alle 20 Minuten fährt ein Bus Richtung Innenstadt (ca. 30 Minuten Fahrt). Die Bushaltestelle ist ca. 300 Meter von der Turiba entfernt. Eine Fahrt in die Stadt kostet 2 €. Man sollte sich deshalb ein E-Ticket ausstellen lassen (erhältlich in der Stadt, für weitere Informationen im International Office der Turiba nachfragen). Für 20 Fahrten zahlt man nur 5,40 €. Für das Beantragen des E-Tickets sollte man aber genügend Zeit einplanen (ca. 1-2 Stunden), da es in den Behörden sehr voll sein kann. Mit der Bahn, die direkt an der Turiba abfährt, braucht man nur 10 Minuten bis in die Stadt und zahlt 80 Cent (bzw. 76 Cent wenn man ein Ticket online kauft).

Günstige Einkäufe sind in den Supermärkten Maxima oder Rimi möglich. Diese sind zu Fuß sehr gut erreichbar. Ein Friseur gibt es im Riga Plaza – ein Einkaufszentrum in der Nähe der Universität. Dort kann man mit dem Bus gut hinkommen und für 20 € gibt es dort einen Männerhaarschnitt. Aber auch Frauenhaarschnitte werden dort angeboten. 20 € ist im Vergleich zu Deutschland viel, aber die Preise für Friseure sind in Riga etwas höher.

Außerdem bietet sich in Riga auch die Partizipation in lokalen Vereinen an, um wirklich in das Leben der Einheimischen abzutauchen. Unter anderem haben wir mit den Tanzworkshops von „Urban Sensual“ und den Veranstaltungen von „Toastmasters Riga“ gute Erfahrungen gemacht.

ESN – Erasmus Student Network

Für Erasmus gibt es in jeder Stadt ein Erasmus Student Network. Das ist eine gemeinnützige Organisation, die Erasmus-Studenten mit Informationen und Tipps unterstützt und auch Ausflüge und Events organisiert.

Am besten kann man sich über ESN über die Facebook-Seite informieren. Es gibt die Facebookseite ESN Riga und eine Facebook-Gruppe. In diesen werden auch alle Informationen über die Ausflüge und Events geteilt.

Für 10 € kann man sich eine ESN-Card ausstellen lassen, mit der man zum Beispiel Rabatte in lokalen Bars erhält und günstiger an den Ausflügen teilnehmen kann. Man kann auch ohne die ESN-Card an allen Trips teilnehmen, für uns hat sie sich aber sehr schnell gelohnt! 

Ausflüge / Reisen

Riga bietet sich ideal für Ausflüge und Reisen an. Ganz in der Nähe: Der Strand bei Majori (ein Ortsteil von Jurmala) ist mit dem Bus als auch mit dem Zug gut zu erreichen. Der Kemeri-Nationalpark mit seinen weitläufigen Mooren und großen Seen ist für seine Natur bekannt. Dorthin kommen kann man mit einem Reisebus vom Busbahnhof in Riga oder per Zug. Auch das zwei Stunden entfernte Cesis – eine mittelalterliche Stadt im Norden Lettlands – ist einen Besuch wert, wenn man sich für die Natur und Wandern begeistert. Am Busbahnhof in Riga fahren regelmäßig Reisebusse zu umliegenden Städten und Orten. Diese können sehr gut und günstig genutzt werden. Hierfür empfiehlt sich GoogleMaps.

Auch das ESN bietet gute Ausflüge an, bei denen man Riga und Lettland besser kennenlernen kann. Außerdem werden Ausflüge in die umliegenden Länder angeboten. An diesen haben wir jedoch kaum teilgenommen, da es günstiger war, diese selber zu organisieren und wir so mehr Freiheiten hatten.

Da Riga so gut liegt, haben wir von hier aus Reisen nach Tallinn, Helsinki, Sankt Petersburg, Vilnius und Lappland unternommen. Dafür haben wir uns Airbnbs gebucht, die mit mehreren Leuten sehr günstig waren. Für den Transport haben wir das Busunternehmen EcoLines gewählt, was ebenfalls sehr preiswert ist und komfortable Busse hatte. 

Finanzierung

Für Lettland bietet Erasmus+ eine Finanzierung von 10 € pro Tag an. Die Finanzierung ist länderspezifisch und kann sich ggf. ändern. Durch unseren Aufenthalt von 96 Tagen an der Turiba haben wir entsprechend 960 € durch die EU-Förderung erhalten. 80 % dessen wird vor der Reise überwiesen, 20 % entsprechend danach. Die Förderung gilt nur, wenn der Student mindestens 90 Tage im Ausland bleibt. Eine weitere Finanzierungmöglichkeit bot in unserem Fall der Arbeitgeber, der  weiterhin das Gehalt bezahlt hat. 

Es bietet sich weiterhin an, die eigene Wohnung für die Übergangszeit zu vermieten, das eigene Auto abzumelden und winterfest zu machen. Wer bisher gut in Deutschland über die Runden kommt, muss sich keine Sorgen für seinen Aufenthalt in Lettland machen. Die meisten Produkte sind äquivalent teuer, importierte Produkte, wie z. B. Philadelphia, um einiges teurer. 


Fazit

Durch das Semester erlebten wir
Kulturelle Vielfalt: Eine Eventreihe stellte typisches Essen aus verschiedensten Ländern vor …
Kulturelle Integrität: Egal ob Inder, Kosovare, Italiener, Russe oder Südkoreaner; alle wurden in Projekte integriert und es wurden gemeinsam Ausflüge unternommen.
Kulturelle Vorurteile: Jeder kennt die hart arbeitenden Deutschen mit ihren weltbekannten Automarken mit super Qualität …   ;-)

Insgesamt sehen wir den Aufenthalt als eine Erfahrung, die uns unser Leben lang begleiten wird. Und das im positivsten Sinne. Wir haben nicht nur die Gelegenheit gehabt, das Lernen an einer anderen Hochschule kennenzulernen, sondern konnten echte Freundschaften über Ländergrenzen hinweg schließen.

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