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Bergisch Gladbach
Bayer AppNight

Gemeinsam mit der Bayer AG zeigte die FHDW in Bergisch Gladbach am Freitagabend (22. 11.2019) 29 Oberstufenschülern, wie die Berufswelt heute tickt – und wie sie morgen aussehen wird.


Zur Bayer AppNight laden Hochschule und Konzern einmal jährlich Schüler nach Bergisch Gladbach ein, um ihnen in der exklusiven Veranstaltung ausführliche Einblicke in das Berufsbild Wirtschaftsinformatik zu vermitteln. 

Die Schüler der Stufen 11 und 12 waren aus Hamburg an die FHDW nach Bergisch Gladbach gekommen, aus dem Rheinland und aus Bayern. Bewerbungen für die Bayer AppNight kamen sogar von einer deutschen Schule in Istanbul. Seit 1995 kooperiert die FHDW beim dualen Studium mit Bayer, die AppNight zeigt potenziellen Studienkandidaten, wohin sie ein Studium der Wirtschaftsinformatik (mit Praxisphasen bei der Bayer AG) bringen kann: an die immer bedeutender werdende Schnittstelle zwischen Management und IT. 

Durch die rasante Entwicklung in den Bereichen Big Data, Künstliche Intelligenz und Robotik ist IT heute mehr als ein Wettbewerbsvorteil auf dem globalen Markt. „IT ist das Produkt“, sagte Jens Krapohl den Schülern auf der AppNight. Der 37-Jährige machte 2005 seinen Bachelor an der FHDW, absolvierte seine Praxisphasen bei Bayer und leitet heute als Head of Clinical & Medical Affairs IT bei der Bayer Business Services GmbH ein 15-köpfiges Expertenteam, das IT-Systeme für klinische Studien entwickelt. Er berichtete, dass das IBM-Programm Watson durch die Verarbeitung extrem großer Datenmengen und die Auswertung dieser Daten durch Künstliche Intelligenz tödliche Krankheiten mit einer 90-prozentigen Sicherheit diagnostizieren kann – ein menschlicher Mediziner schafft 50 Prozent. Krapohl erklärte, dass es zwölf Jahre Entwicklungszeit brauche, um von der ersten Molekülanalyse zur Anwendung eines Medikaments zu gelangen und dass von 10.000 zu Beginn untersuchten Substanzen nur eine weiter erforscht wird. „Welche das sind, das läuft heute über Künstliche Intelligenz.“ Krapohl stellte fest, dass diese neuen Businesslösungen auch neue Personalressourcen brauchen und verknüpfte die Feststellung mit einer Empfehlung für ein Studium der Wirtschaftsinformatik: „Wir haben viele offenen Positionen zu besetzen und der Bedarf steigt weiter an.“ 

Weiteres Thema des Abends war der Einsatz Künstlicher Intelligenz durch Chatbots, die auf der Karriereseite von Bayer Schülern online die wichtigsten Fragen zu Ausbildung oder Studium beantworten – ohne menschliches Personal. Auch „Bobby“ war Thema, der humanoide Roboter, den Bayer auf rund 70 Berufsmessen jährlich einsetzt, um mit Berufseinsteigern über ihre Karriereplanung zu sprechen. 

Wie das alles funktioniert und wie ein Programm zur Datenanalyse und somit als Basis für den Einsatz Künstlicher Intelligenz geschrieben wird, zeigte anschließend Prof. Dr. Thomas Seifert in einem zweistündigen Programmier-Workshop. In der Programmiersprache Python bauten die Schüler unter Anleitung des FHDW-Dozenten und mit Unterstützung von zehn FHDW-Studierenden selbstständig ein Tool zur statistischen Datenauswertung. Das funktionierte gut, denn ein Großteil der angehenden Abiturienten hatte bereits Programmiererfahrung. 

Zwischen Vorträgen und Workshop kam aber auch mal richtig Bewegung in die Gruppe. Anne Jasper und Natasha Kocevska vom TSV Bayer 04 zeigten den Schülern, was sie im Bayer-Konzern für die betriebliche Gesundheitsvorsorge machen und animierten die AppNight-Gäste dazu, mit Übungen und Mentaltrainings Herzschlag und Puls nach oben zu bringen und dann wieder abzusenken. Abgeschlossen wurde die Bayer AppNight mit einem Quiz, das über die Smartphones der Schüler lief. Die zwei besten Quiz-Teams duellierten sich dann final in einem Virtual Reality Game. Das Siegertrio durfte anschließend drei iPads mit ins Hotel in der BayArena nehmen. Dort verbrachten die jungen Gäste den Rest der Nacht. 

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