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Mehr Verkehrssicherheit durch smarte Engel

Projekt SMANCY – „Smart Angel City“: Vorstudie zur Konzeptionierung und Umsetzung eines automatisierten und kontextabhängigen Warn- und Hinweis-Systems für Verkehrsteilnehmer

Durch die Straßen laufen und nebenbei mit dem Smartphone surfen und whatsappen? Da ist die Gefahr einer Kollision mit einem Rad­fahrer oder Auto groß. In Zukunft ist das weniger gefährlich, wenn es nach den Vorstellungen der Forschergruppe der FHDW geht. „Smart Angel City” (SMANCY) haben Prof. Dr. Eckhard Koch und Matthias Füller ihr Forschungspro­jekt genannt, in dem sie an einem Warnsys­tem für Verkehrsteilnehmer arbeiten.

Die zunehmende Nutzung von Smartphones durch Verkehrsteilnehmer hat in den letzten Jahren zu merklich erhöhten Unfallraten geführt – sowohl bei Verkehrsteilnehmern mit motorisierten Fahrzeugen als auch bei Fußgängern und Fahrradfahrern. Die bisherigen Lösungsansätze im Vehicle-to-Pedestrian-Umfeld oder durch die Erweiterung von Smartphone-Sensorik zeigen bislang nur eine geringe bis keine Verbesserung. Hingegen bietet eine Integration vorhandener Echtzeitdaten von Verkehrsbetrieben sowie Ampelsteuerungen, verknüpft mit Unfallstatistiken der Umgebung und den aktuellen Sensordaten eines Smartphone-Benutzers zusammen einen interessanten Wissenskontext. Denn dieser Wissenskontext kann eine Aussage über eine Unfallwahrscheinlichkeit geben und somit bei Bedarf den Nutzer mittels des Smartphones frühzeitig vor Gefahren warnen.

Für diesen Themenkomplex konnte die FHDW das Institut für Straßenwesen an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen als Partner gewinnen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der mFUND-Förderlinie durchgeführt.

Entwicklung eines kontextabhängiges Warn- und Hinweis-Systems

Das Projekt soll die technische, rechtliche und wirtschaftliche Umsetzbarkeit des oben beschriebenen Lösungsansatzes zur Kollisions- und damit Unfallvermeidung untersuchen. Diese Vorstudie dient der Konzeptionierung und Vorbereitung der Umsetzung eines automatisierten und kontextabhängigen Warn- und Hinweis-Systems für Verkehrsteilnehmer. Bei ermutigenden Ergebnissen dieser Studie soll das angedachte Zielsystem „Smart Angel City - SMANCY“ in einem Folgeprojekt umgesetzt und in Pilotprojekten validiert werden. 

Pilotprojekt in Köln in der Umsetzung

Neben den fachlichen Themen wird das Verwertungskonzept durchdacht und validiert. Dazu gehören auch Fragen der beteiligten Partner und die Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells. Das Pilotprojekt wird in Köln durchgeführt. Dazu werden für die Analyse und Studie konkrete Datenbestände der Stadt Köln, der Stadtverwaltung, der Polizei Köln und der Kölner Verkehrsbetriebe ausgewertet. Die resultierenden Unfallschwerpunkte werden genau untersucht und für mögliche Einsatze von SMANCY überprüft. 

Die Machbarkeitsstudie teilt sich in die folgenden drei Arbeitspakete auf:

  1. Analyse & Anforderungen: Verfügbare Datenbestände der Stadt Köln werden analysiert und ausgewertet. Zudem wird die Anforderungen an die Sensordaten bestimmt und die Genauigkeit heutiger Smartphone-Daten ermittelt.
  2. Grob-Konzeption: Die Infrastruktur eines SMANCY-Warn- und Hinweis-Systems wird skizziert. Die Server und Client-Seite werden prototypisch implementiert, um mit einem ersten lauffähigen System Aussagen bezüglich der Akzeptanz und Benutzerschnittstellen zu ermitteln. Zudem werden eventuell unbekannte Hürden frühzeitig erkannt und angegangen werden.
  3. Akzeptanz und Verwertung: Mit einem ersten Prototyp und einer Online-Befragung werden erste Aussagen zur Akzeptanz eines Smartphone-basierten Warn- und Hinweissystems gesammelt und ausgewertet. 

Gefördert vom

Logo Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Logo mFUND

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