Navigation

Noch freie Studienplätze für Januar
Sie möchten noch im Januar ein Studium beginnen? Dann bewerben Sie sich jetzt für ein duales Studium an der FHDW. Weitere Infos zu den Startterminen finden Sie auf den Studiengangsseiten.


„In Gold Coast genießt man eine sehr entspannte Atmosphäre und Surfy Lifestyle.“

Erfahrungsbericht von Niklas Magnus Kampmeier

Bachelor-Studiengang International Business, Studienaufenthalt Oktober 2016 - Februar 2017 in Gold Coast/Australien an der Southern Cross University

Organisation, Teil 1: Visum, Unterlagen, Versicherung

Ein Auslandssemester in Australien ist mit ein wenig Organisationsaufwand verbunden. Dies schließt ein, dass man sich um ein Visum kümmern muss. Man kann sich, wie in meinem Fall, schon im Voraus eine Unterkunft suchen und man sollte sich möglichst früh um das Flugticket kümmern. Beim Bewerbungsprozess an der australischen Uni griff mir die Organisation „GOstralia!“ unter die Arme. Diese ist mit den Prozessen vertraut und erledigt so gut wie alles, was in Verbindung mit der Uni steht. Das einzige, was man machen muss, ist, die Unterlagen wie Passfoto, Zeugnis, Motivationsschreiben etc. einzureichen.

Vor Ort kam es für mich zu ersten kleineren Missverständnissen. GOstralia! führt im Leitfaden nicht alles auf, was diese dann tatsächlich benötigt, was für mich u. a. bedeutete, dass ich mehrere Male zur lokalen Stadtverwaltung fahren musste. Die australische Universität fordert, dass man eine sogenannte Overseas Student Health Cover (OSHC) abschließt, welche in den Studiengebühren inbegriffen sind. Ich würde aber trotzdem noch dazu raten, eine weitere Versicherung abzuschließen, da die OSHC nicht alles abdeckt.

Organisation, Teil 2: Wohnung

Es gibt zwei verschiedene Wege, um eine Unterkunft zu finden. Entweder man mietet sich für die ersten zwei Wochen ein Airbnb in der Nähe der Universität und geht dann vor Ort mit Hilfe der Uni auf die Suche nach einer Unterkunft. Oder man macht es so wie ich und guckt im Voraus auf der Internet-Seite der Southern Cross University im Bereich „Unistays“ Angebote an und nimmt den Kontakt auf. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Das Mieten bei Airbnb ist nicht immer kostengünstig, was sich über die Zeit natürlich summiert. Wenn man schon vorher eine Unterkunft organisiert, kommt man an und hat direkt eine dauerhafte Bleibe. Jedoch gibt es auch in Australien schwarze Schafe, sodass man auch bei der Wohnungssuche – vor allem, wenn man sich die Unterkunft nicht persönlich anguckt – schnell mal übers Ohr gehauen werden kann.

Wie man es dann macht, muss jeder für sich entscheiden. Ich für meinen Teil hatte sehr freundliche, offene und hilfsbereite Vermieter, habe aber auch die andere Seite der Medaille erlebt. Am sichersten ist es, wenn man es von Deutschland aus machen will, dass man sich mit der „Unistays“-Seite auseinandersetzt, da man dort auf ein von der Uni ausgewähltes Angebot Zugriff hat. 

Die Kosten für eine Unterkunft liegen bei 180 bis 240 AUD (Australische Dollar) pro Woche. Man kann auch 300 AUD ausgeben, wobei hier einiges inbegriffen wäre, was der „normale“ Student nicht benötigt. Was dann im Mietpreis inklusive ist, ist je nach Unterkunft unterschiedlich. Am einfachsten ist es da, wenn man sich eine Liste macht, was man gerne vor Ort hätte (Waschmaschine, Pool, eigenes Zimmer, geteiltes Zimmer, WG, Strandnähe, Uninähe etc.) und danach dann eine Unterkunft auswählt.

Easy Anreise

Die Anreise ist ziemlich unproblematisch, da vom Flughafen in Brisbane ein Zug nach Gold Coast fährt. Und diese Zugverbindung wird auch in den kommenden Jahren noch erweitert. Von dort aus lässt man sich am besten von seinen Vermietern abholen. Egal, ob Airbnb oder schon dauerhafte Unterkunft – die Australier machen das liebend gern, wenn man sie fragt. Darüber hinaus kann man auch den Flughafen in Gold Coast selbst ansteuern, was jedoch nicht aus Dubai oder Abu Dhabi machbar ist, sondern, soweit ich weiß, nur aus Singapur und Hongkong. Aber das mag sich im Verlauf der Zeit möglicherweise ändern.

An der australischen Uni geht’s etwas anders lang

Die Southern Cross University in Gold Coast sitzt in zwei sehr schönen, modernen Gebäuden und wird Mitte 2017 um ein weiteres Gebäude erweitert. Das australische System weicht aber von dem uns bekannten recht stark ab und ist daher in den ersten Wochen recht gewöhnungsbedürftig. Während des Semesters sind in den unterschiedlichen Fächern Arbeiten anzufertigen, die schon in die Endnote einfließen. Außerdem wird sehr viel online abgewickelt, und auch Vorlesungen können online angehört werden.

Typisch Australien

Kulturell ist Australien schon eine interessante Erfahrung, da die recht junge Nation nicht viel Historie o. ä. vorweisen kann. Dafür kann man aber in Gold Coast eine sehr entspannte Atmosphäre erleben und den sogenannten „Surfy Lifestyle“ in vollen Zügen ausnutzen und genießen.

Die Sportkultur hingegen kann für den einen oder anderen sehr spannend sein, da Sportarten wie Rugby, Aussie Rules (Football) und Cricket im Fernseh-Abendprogramm laufen, die bei uns nur am Rande eine Rolle spielen. Jedoch erlebt man den Ligabetrieb im Rugby und Aussie Rules nicht, wenn man in der dritten Session dort ist – da haben sie Sommerpause. (In Australien ist das Studienjahr in dreigeteilt in „Sessions“. Als FHDW-Student ist man nur in der dritten Session dort – also von Oktober bis Februar.)

Zur Essenkultur lässt sich recht wenig sagen, da es in Australien leider keine richtige gibt, außer vielleicht, dass ziemlich viel Fleisch auf den Grill gehauen wird.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich so gut wie alles entlang der Küste erreichen und diese sind auch nicht zu teuer. Busse fahren in kurzem Abstand durch Gold Coast.

Lernt neue Leute kennen!

Was ich jedem ans Herz legen kann ist, sich mit so vielen Leuten wie möglich anzufreunden, da deren Geschichten und Erfahrungen es wert sind, gehört zu werden. Darüber hinaus hat man dort die Möglichkeit, Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen und Nationen kennenzulernen. Da diese meist den gleichen Antrieb und die gleiche Motivation haben, wie man selbst, ist es einfach, ins Gespräch zu kommen. Macht auf keinen Fall den Fehler und verbringt eure Zeit nur mit Deutschen. Das ist zwar angenehm und einfach, aber die gibt es hierzulande doch zu Genüge ;) und das Englisch wird dadurch auch nicht besser.

Ungefähre Kostenkalkulation

Kosten (pro Woche in AUD)
Unterkunft180 - 240
Verpflegung60 - 80
Fahrtkosten
30 - 35
Freizeit23 - 45
Total300 - 400

Verpflegung in Australien ist recht teuer. Daher lohnt es sich, vor allem im Aldi die Basis einzukaufen, da Aldi im Vergleich zu Cools und Woolworth verhältnismäßig günstig ist. Fahrtkosten umfassen die täglichen Fahrten zur Uni und ein- bis zweimal einkaufen fahren. Diese Kostenstelle kann jedoch stark variieren, je nachdem, wo man unterkommt oder ob man möglicherweise in ein Auto oder Fahrrad investieren will. Die Kosten für Freizeitaktivitäten können je nach Wochenplanung auch stark schwanken.