Navigation

Noch freie Studienplätze für Januar
Sie möchten noch im Januar ein Studium beginnen? Dann bewerben Sie sich jetzt für ein duales Studium an der FHDW. Weitere Infos zu den Startterminen finden Sie auf den Studiengangsseiten.


„Die langen Wochenenden haben wir genutzt, um längere Trips mit dem Flugzeug zu machen, z.B. nach New York.“

Erfahrungsbericht von Janina Seelig

Bachelor-Studiengang International Business, Praktikum März - Juni 2017 in Shreveport, Louisiana/USA, bei BENTELER Steel/Tube
Gefördert über PROMOS

Janina Seelig bei BENTELER in Shreveport

Janina Seelig (links) bei BENTELER in Shreveport

Sechs Monate vor der Abreise intern bei BENTELER für das Praktikum HR-Bereich beworben

Mein Name ist Janina und seit Oktober 2015 studiere ich International Business an der FHDW in Paderborn. Da der Studiengang auf das weltweite Geschäftsleben ausgerichtet ist, ist ein Praktikum im Ausland ein Pflichtbestandteil – ganz klar einer der Gründe, warum ich mich für diesen Studiengang entschieden habe!

Das Auslandspraktikum bietet sich vor allem in der langen Praxisphase zwischen dem 3. und 4. Semester an, da man hier die Möglichkeit hat, auch länger als drei Monate im Ausland zu verbringen. Im Frühjahr 2017 war es dann auch endlich für mich soweit – es ging für drei Monate in die USA.

Vor der Abreise musste jedoch noch Einiges organisiert werden. Da die Firma BENTELER Steel/Tube mein festes Partnerunternehmen ist, stand es schon früh fest, dass ich zusammen mit einem Kollegen mein Auslandspraktikum im neuen Werk in Shreveport, Louisiana machen würde. Ca. sechs Monate vor der Abreise konnte ich mich intern für das Praktikum im Bereich Human Resources bewerben. Dafür musste ich ein Motivationsschreiben sowie einen Lebenslauf erstellen und diese gemeinsam mit meiner Notenübersicht an die Verantwortlichen in Shreveport senden. Schon nach kurzer Zeit bekam ich eine positive Rückmeldung.

Viele Formalitäten vorweg

Da für ein Praktikum in den USA ein Visum benötigt wird, habe ich es bereits ein halbes Jahr vor Praktikumsbeginn beantragt. Für ein Praktikum in den USA als Student empfiehlt sich das „J1-Visa“. Dieses habe ich über die German American Chamber of Commerce (GACC) beantragt. Auf der Website der GACC (http://www.go-j1.com) findet man alle Infos zum Antragsprozess, sowie eine Übersicht aller Dokumente, die für die Beantragung benötigt werden. Da Dokumente wie ein gültiger Reisepass, zwei Empfehlungsschreiben und ein Nachweis über die Sprachkenntnisse benötigt werden, empfiehlt es sich, so früh wie möglich mit der Zusammenstellung aller Dokumente zu beginnen.

Zuerst musste ich auf der Website der GACC ein Anmeldeformular ausfüllen. Anschließend wurde ein Termin zu einem Telefoninterview mit den Mitarbeitern der GACC vereinbart und ich musste eine Bearbeitungsgebühr von ca. 700 Dollar zahlen, die von meinem Partnerunternehmen übernommen wurden. Nach dem Einreichen aller Dokumente begann der Bearbeitungsprozess des „DS-2019 Certificate of Eligibility“. Dieses wird benötigt, um einen Termin für die Visumsbeantragung beim U.S.-Konsulat in Deutschland zu vereinbaren. Der Bearbeitungsprozess läuft über die GACC und dauert in der Regel zwischen 6 und 10 Wochen. Das Certificate wurde mir dann per Post zugeschickt und ich musste den Visumsantrag für das US Konsulat ausfüllen, sowie weitere Gebühren für das Konsulat und die SEVIS-Nummer bezahlen (ca. 200 Dollar). Die Beantragung eines J1-Visums ist relativ teuer und ich hatte Glück, dass mein Partnerunternehmen für alle Kosten aufgekommen ist.

Der letzte Schritt für das Visum war dann die Terminvereinbarung mit dem US-Konsulat in Frankfurt. Es kann bis zu 14 Tagen dauern, bis man einen Termin bekommt. Also muss auch hier genügend Zeit eingeplant werden. Zu dem Termin musste ich alle Dokumente, die ich von der GACC bekommen habe, sowie meinen Reisepass mitbringen. Im Konsulat wurde ich nach dem Grund für meinen Aufenthalt in den USA sowie zu meinen Tätigkeiten während des Praktikums gefragt. Nach ca. einer Woche wurde mir dann mein Reisepass inklusive Visum per Post zugesendet.

Um die Auslandsversicherung (welche übrigens auch Pflicht für die Beantragung des Visums ist) und die Unterkunft kümmerten sich sowohl die Kollegen von BENTELER in Paderborn als auch in Shreveport. Somit mussten mein Kollege (Daniel Ricken) und ich nur noch unsere Flüge buchen und dann ging es auch schon los!

Zwei Azubis nahmen uns in Empfang

Nach einem ca. 11 Stunden langen Flug kamen wir an einem Freitagabend in Shreveport an. Wir wurden von zwei deutschen Auszubildenden am Flughafen abgeholt, die ebenfalls ein Praktikum in Shreveport machten. Zusammen mit den beiden Azubis teilten wir uns den Mietwagen während des Praktikums, da wir dieselben Arbeitszeiten hatten und auch an den Wochenenden viel zusammen unternahmen. Bei einem Praktikum in den USA ist es wirklich empfehlenswert, ein Auto zu mieten, da vor allem in den kleineren Städten die öffentlichen Verkehrsmittel nicht besonders gut ausgebaut sind. Außerdem ist das Tanken in den USA viel günstiger als in Europa, sodass sich ein Auto gut finanzieren lässt.

Aufgaben rund ums Teambuilding 

Im Unternehmen wurde ich an meinem ersten Arbeitstag sehr freundlich empfangen. Meine Kolleginnen und Kollegen in der Abteilung haben sich und ihre Bereiche kurz vorgestellt, sodass ich bereits einen guten Eindruck in die Arbeit im Bereich Human Resources bekommen konnte. Während meines Praktikums habe ich die meiste Zeit im Bereich Training and Development gearbeitet. Zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten zählte vor allem die Planung, Entwicklung und Durchführung von Teambuilding-Aktivitäten und Workshops für die Mitarbeiter. Da das BENTELER-Werk in Shreveport erst im Jahr 2014 eröffnet wurde, konnte ich außerdem den Aufbau und die Implementierung neuer Prozesse miterleben.

Leben in den USA teurer als in Europa

Unsere Unterkunft befand sich in einer Apartmentanlage mit einem Pool und einem Fitnessstudio. Da es in Louisiana bereits im März schon sehr warm ist, konnten wir es dort also gut aushalten! Auch die Kosten für die Unterbringung wurden vom Unternehmen getragen. Allerdings sind die Preise für Lebensmittel (vor allem Obst, Gemüse und Fleisch) in den USA um einiges teurer als in Europa, sodass man hier mit höheren Kosten kalkulieren muss. Ein Wocheneinkauf kann also schnell Kosten von 100 Dollar pro Person verursachen. Um hier ein wenig Geld zu sparen, kann ich nur empfehlen, Lebensmittel im Aldi einzukaufen. Dort sind die Preise nur etwas höher als in Deutschland.

In unserer Freizeit unternahmen wir viel mit den amerikanischen und anderen deutschen Kollegen. Shreveport bietet viele Freizeitmöglichkeiten wie z. B. Shopping, Sport, Bars und Restaurants. Allerdings kann ich nur empfehlen, an den Wochenenden so oft wie möglich zu reisen, um z. B. Städte wie New Orleans, Baton Rouge oder Dallas zu besichtigen. Diese sind mit dem Auto gut zu erreichen (3 bis 5 Stunden Fahrzeit). Außerdem haben wir die langen Wochenenden genutzt, um längere Trips mit dem Flugzeug zu machen (z. B. New York).

Fazit

Generell kann ich aus meinen Aufenthalt in den USA ein sehr positives Fazit ziehen. Ich habe meine Englischkenntnisse verbessert, eine neue Kultur kennengelernt, neue Arbeitserfahrungen gemacht und vor allem sehr nette und hilfsbereite Menschen kennengelernt, mit denen ich auch noch weiterhin in Kontakt bleiben werde. Deshalb kann ich jedem ein Praktikum in den USA empfehlen!