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Tag der offenen Tür in Mettmann

Liebe Interessenten,

wir laden Sie herzlich zum Tag der offenen Tür nach Mettmann ein. Die Gelegenheit, den Campus näher kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen.



„Ich fand in meinen Vermietern eine zweite kleine Familie.“

Erfahrungsbericht von Jennifer-Denise Schäfer 

Bachelor-Studiengang International Business, Studienaufenthalt Oktober 2016 - Februar 2017 in Gold Coast/Australien an der Southern Cross University 
Gefördert über PROMOS

Organisatorisches vor der Abfahrt

Vor meinem Reiseantritt gab es eine ganze Menge an Bürokratie zu erledigen. Es ist sehr zeitaufwendig, deshalb sollte man möglichst früh damit beginnen. Für die Bewerbung an der Southern Cross University (SCU) in Australien brauchte ich zunächst meinen englischen Lebenslauf, ein Motivationsschreiben und den ausgefüllten Bewerbungsbogen sowie ein Sprachzertifikat. Später folgten noch ein Learning Agreement, die Überweisung der Studiengebühren etc. 

GOstralia! war mir während der gesamten Bewerbung eine große Hilfe und hat mir stets die nächsten Schritte aufgeführt. Bei der Bewerbung für das PROMOS-Stipendium war erneut ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben nötig. Die Unterlagen sollten vorher erstellt werden, da die Bewerbung erst 1 bis 2 Wochen vor Reiseantritt möglich ist.

Einen großen Teil dieser Unterlagen habe ich auch für die Beantragung meines Visums benötigt. Der Antrag ist etwas zeitaufwendig und kostet insgesamt ca. 400 €. Meinen Flug habe ich über STA Travel gebucht. Das Unternehmen wurde mir von GOstralia! empfohlen, da es Studentenrabatte gibt. Mein Flug kostete (inkl. chinesischem Inlandsflug) insgesamt ca. 1.300 €.

Neben der Bewerbung an der Uni sollte man sich außerdem um seine Gesundheit kümmern. Ich habe mich frühzeitig bei meinem Hausarzt zu nötigen Impfungen informiert. Wer als Student nach Australien kommt, ist verpflichtet, eine australische Krankenversicherung abzuschließen. Trotzdem habe ich meine heimische Auslandskrankenversicherung aufgestockt, um auch während meines Fluges versichert zu sein.

Kurz vor Beginn meiner Reise habe ich dann gemeinsam mit meinem Kommilitonen nach einer geeigneten Wohnung nahe der Universität gesucht.

Angekommen

Meine Vermieter haben mich am nächstgelegenen Bahnhof sehr herzlich empfangen und mir direkt die Gegend gezeigt. Ich habe mir die Wohnung zusammen mit einem Studenten der FHDW aus Paderborn geteilt. Diese haben wir uns vorher bereits über die UniStays.de-Webseite angeschaut und gemietet.

Die wöchentliche Miete war mit 220 AUD (Australische Dollar) pro Woche zwar etwas höher als der Durchschnitt, dafür waren es aber nur 100 Meter bis zum Strand und wir hatten eine komplette Etage mit Garten, Küche und Badezimmer für uns allein. Das WLAN sowie die Mitbenutzung der Waschmaschine waren ebenfalls in der Miete enthalten.

Die Uni begann mit einer ganzen Einführungswoche. Hier wurden uns nicht nur die Studieninhalte, unsere Visumsbestimmungen und die Prüfungsordnung der Universität erklärt, auch auf die Kultur des Landes wurde eingegangen. So wurden wir über das richtige Verhalten in Notfällen, die Eröffnung eines australischen Bankkontos und die Gefahren des Meeres aufgeklärt.

Ganz anders als an der FHDW

Ich habe während meines Studiums vier Kurse an drei Tagen in der Woche belegt. Wie in unserem Studienplan festgelegt, habe ich an der SCU die Kurse „Statistical Analysis“, „Managing Organisation“ und „International Business“ besucht. Zusätzlich habe ich am Kurs „Entrepreneurship and Innocations“ teilgenommen, welcher mir für das 5. Semester anerkannt wird. Jede Vorlesung dauerte nur zwei Stunden. Dafür wird vorausgesetzt, dass eine Menge Vor- und Nachbereitung geleistet wird.

Allein die Kurse sind schon ein großer Unterschied zur FHDW. Hinzu kamen diverse zusätzliche Prüfungen (Tests, Quizze, Essays, Case Studies), die während der gesamten Zeit bearbeitet werden mussten. Deshalb zählt die Abschlussprüfung hier auch nur maximal 50 %. Die Kurse „Projekt- und Teammanagement“ und „Spanisch III“ werde ich im Selbststudium nachholen und später an der FHDW eine Prüfung machen.

Der Alltag an der SCU unterscheidet sich sehr von meinem Alltag an der FHDW. Der Campus ist wesentlich größer und verfügt über eine Bibliothek, diverse Aufenthaltsräume, PC-Pools, kleine Stände mit Snacks und Getränken sowie einen großartigen Blick auf das Meer. Die Lernatmosphäre ist sehr freundschaftlich. Sowohl unter den Studenten als auch gegenüber den Dozenten. Die Lehrkräfte haben viel Erfahrung mit internationalen Studenten, daher waren die Vorlesung sehr gut verständlich. Um Australier kennenzulernen, ist der Winter leider keine geeignete Zeit, da die meisten im Sommer ein Semester aussetzten, um zu arbeiten oder Urlaub zu machen. Trotzdem lernt man auch hier viele Ausländer, besonders Chinesen und Inder, kennen.

Viele Freizeitangebote 

Die SCU selbst bietet einige Sport- und Freizeit-Angebote wie Yoga, Fußball und Surfkurse. Aber auch im näheren Umkreis gibt es viele Shopping-Center, Trampolin-Hallen und Surfbrett-Verleihe. Generell sind Freizeitaktivitäten teurer als in Deutschland. Besonders die typischen Touristenattraktionen, die man auch als Student gerne erkunden möchte, sind zwar vergünstigt, aber dennoch eher teuer. Die wenigsten sehenswerten Orte sind allerdings kostenfrei.

Mit einer „Go Card“ (erhältlich in jeder 7/11-Filiale) ist das Reisen zwar sehr zeitaufwendig, aber günstig. Die 10-minütige Busfahrt zur Uni kostet täglich weniger als 4 AUD. Die Busse fahren mal mehr, mal weniger pünktlich, aber ungefähr alle 10 bis 30 Minuten.

Kleine Besonderheiten: In Australien mal schnell was einkaufen, geht nicht. Die freundlichen Kassierer verwickeln jeden Kunden gerne in einen Smalltalk, während sie die Einkäufe für dich einpacken. Und auch der Busfahrer begrüßt und verabschiedet dich. 

Fazit und Tipps

Trotz der langen Vorbereitung und den Kosten hat sich die Reise sehr gelohnt. Man ist gezwungen, sehr schnell selbstständig zu werden und auf eigenen Füßen zu stehen. Ich hatte das Glück, viele nette Menschen kennenzulernen und habe in meinen Vermietern eine kleine zweite Familie gefunden. Ich kann jedem empfehlen, die Zeit bei ihnen zu verbringen und stelle gerne Kontakt mit Ihnen her. 

Einkaufen ist am leichtesten und günstigsten in einem der großen australischen Discounter (Coles, Woolworth & Aldi). Ich habe so wöchentlich ungefähr 50 AUD für Lebensmittel ausgegeben. In Restaurants wäre das ca. ein Essen für zwei Personen. Selber einkaufen und kochen spart also enorm.

Am besten man kümmert sich vorher um eine Kreditkarte. Visa und Master Card werden fast überall akzeptiert. Trotzdem sollte man für kleinere Beträge etwas Bargeld zur Hand haben. Es lohnt sich außerdem, immer seinen Studentenausweis dabei zu haben, da die meisten Attraktionen vergünstigt sind. Auch Rabatte über Groupon oder ähnliche Seiten können sich lohnen.

Um ungefähr einen Überblick zu bekommen, was so ein Auslandsstudium in Australien kostet, zum Schluss noch eine ...

Ungefähre Kostenkalkulation

Kosten (pro Woche in AUD)
Miete3.200
Verpflegung1.200
Öffentliche Verkehrsmittel 
320
Freizeit500
Bücher (nicht zwingend notwendig)600
Flug1.600
Impfungen270
Versicherungen (australische)250
Visum530
Total8.470