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„Vor allem viele junge Leute helfen einem gerne im Alltag weiter. Man fühlt sich willkommen.“

Erfahrungsbericht von Johannes Mosig

Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft, Auslandssemester September 2019 – Februar 2020 in Bukarest/Rumänien an der Rumänisch-Amerikanischen Universität
Gefördert über Erasmus+

Im Februar 2019, kurz nach dem Aufruf des International Office für mögliche Auslandstheoriesemester, habe ich mich direkt beworben für ein Semester an der Romanian American University (RAU). Für BWL-Studenten im 3. Semester war dort auch eine Erasmus+ Förderung möglich. Da ich die meisten westeuropäischen Länder schon mal im Urlaub oder auf Schulausflügen besucht habe, hat mich Rumänien sehr interessiert. Dort hatte ich die Möglichkeit, die osteuropäischen Kulturen, über die ich noch nicht so viel wusste, genauer kennenzulernen.

Die Bewerbung lief organisiert ab

Nachdem ich das Bewerbungsformular zusammen mit einem Motivationsschreiben, Lebenslauf und der aktuellen Notenübersicht bei der FHDW eingereicht hatte, bekam ich fünf Wochen später die Nachricht mit der Zusage. So hatte ich Anfang April Gewissheit und genügend Zeit, um alles Restliche zu organisieren.

Ende April hatte ich einen Infotermin, in dem mich das International Office über alle noch notwendigen Schritte informiert hat. Allgemein war das International Office sehr hilfreich und hat bei allen Fragen, die da waren, unterstützt und geholfen. Für die FHDW musste ich meine nächste Praxis- und Theoriephase ein wenig verschieben. Das verlief absolut problemlos. Durch einen Tausch der 3. und 4. Praxisphase konnte ich ein volles Semester an der RAU verbringen und hatte dann die Möglichkeit, die Praxisarbeit nach der 3. Theoriephase zu schreiben. Diese war eigentlich im November/ Dezember 2019 vorgesehen.

Nach kurzer Zeit hat sich auch die RAU persönlich bei mir gemeldet. Sie waren sehr freundlich und haben mir Informationen zur Uni, zu Unterbringungsmöglichkeiten und zum Campus geschickt. Daraufhin hat die FHDW die Kursauswahl passend zu meinen FHDW-Kursen getroffen und mir das Learning Agreement (LA) zugeschickt, das ich von der RAU unterzeichnen ließ. Dies lief ebenfalls unkompliziert ab und nach ein paar Tagen erhielt ich das LA zurück. Da ich vorher noch nicht in Bukarest war, und mir keine Wohnung alleine im Internet suchen wollte, ohne diese vor Ort anschauen zu können, hatte ich mich dazu entschieden, das Angebot der RAU mit dem campuseigenen Wohnheim anzunehmen.

Ein Visum für Rumänien ist nicht erforderlich. EU-Bürger haben 90 Tage freien Aufenthalt. Danach muss man vor Ort bei dem zuständigen Immigration-Office ein Registrierungszertifikat beantragen, das einem einen längeren Aufenthalt für Studienzwecke genehmigt. Dabei hilft einem auch die RAU und informiert über die Fristen. Bezüglich Versicherungen hatte ich schon eine eigene Haftpflicht und Unfallversicherung. Darüber hinaus habe ich noch eine Reise-Krankenversicherung für den Zeitraum der Mobilität abgeschlossen. Diese deckt zusätzlich zur europäischen Krankenversicherungskarte bspw. noch einen nötigen Rücktransport nach Deutschland ab.

Angereist bin ich zwei Tage vor dem Semesterstart

Die RAU empfiehlt einem, eine Woche eher anzureisen um sich schon mal zu akklimatisieren. Für mich haben die zwei Tage aber vollkommen ausgereicht. Geflogen bin ich mit Wizz Air. Wenn man dort früh bucht, kann man von Dortmund oder Hannover relativ günstige Direktflüge erwerben. Über die Ankunftszeit habe ich die RAU vorher informiert. So wusste der Security-Guard, wann ich komme und hatte den Schlüssel zu meinem Zimmer parat. Das Studentenwohnheim hat 24/7 Security, daher war die Anreise jederzeit möglich.

Die ersten Vorlesungstage

Die ersten Vorlesungstage waren ein wenig unorganisiert. Der Vorlesungsplan war zwar schon online, nur es gab keine Informationen zu einer Eröffnungsveranstaltung oder ähnlichem. Auch Vorlesungen fanden teilweise in der ersten Woche nicht so statt wie geplant. Keine Panik in diesem Fall, oder wenn ihr von euren ausgewählten Kursen nicht alle auf eurem Vorlesungsplan findet. Das Semester an der RAU ist unterteilt in zwei Module. So kann es sein, dass ihr einen Teil eurer Kurse erst im zweiten Modul habt (2 Module a 7 Wochen).

Die erste Woche ist noch ein wenig von organisatorischen Dingen geprägt. Das haben die Professoren aber auf dem Schirm, also alles gut. Die Vorlesungspläne sind unterteilt in Fakultäten und Studienprogramme. Je nachdem von welcher Fakultät und aus welchen Studienprogrammen ihr Kurse ausgewählt habt, müsst ihr in verschiedenen Kursplänen nachschauen.

Die Kurse an der RAU

Allgemein sind die Kurse an der RAU etwas anders aufgebaut als an der FHDW. Bevor das Modul (7 Wochen) endet, hat man die Möglichkeit, mit sogenannten Pre-Sessions (können Studienarbeiten, Präsentationen oder Examen sein) den Kurs schon ohne die eigentliche Hauptklausur abzuschließen. An der RAU gibt es ein Punktesystem von 0-10. Wenn man in der Pre-Session mindestens 8 von 10 erhält, muss man nicht mehr zur Klausur und hat den Kurs vorher abgeschlossen. Das fand ich persönlich ziemlich gut, da sich so der Prüfungsstress in Grenzen hält und man nicht wie an der FHDW alle Klausuren in einer Woche hat.

Das Studentenwohnheim hat seine Vorteile

Für 110 € pro Monat bekommt man an der RAU ein Bett in einem 3-Bett-Zimmer inklusive eigenem Bad. Ich hatte mir vorgenommen, erstmal dort zu wohnen und mir eventuell später eine eigene Wohnung zu suchen. Das habe ich aber gelassen, da ich es im Studentenwohnheim ziemlich witzig fand. Bevor die Uni losging, hatte man dort bereits Kontakte geknüpft. Später hatte es den Vorteil, dass man jederzeit Erasmus-Studenten um sich herum hatte. So konnte man nach der Uni direkt gemeinsam etwas unternehmen. Außerdem musste man zu den Vorlesungen nur mit dem Fahrstuhl herunterfahren und war praktisch im Vorlesungssaal, was mir besonders gut gefallen hat. Die RAU versucht, die ausländischen Studenten alle auf einer Etage einzuquartieren.

Über das Erasmus-Studenten-Netzwerk Kontakte knüpfen

Die RAU hat kein eigenes Netzwerk für Erasmus-Studenten. Jedoch ist das Erasmus-Studenten-Netzwerk (ESN) der Universität Bukarest auch zuständig für die RAU. Von der RAU haben wir Links zu Facebook- und WhatsApp-Gruppen dieser Netzwerke bekommen. ESN hat sehr viele Freizeitveranstaltungen, Partys und Ausflüge für Erasmus-Studenten organisiert.

Insgesamt gibt es in Bukarest drei Netzwerke. Meistens organisieren diese zusammen Events. Ich habe bspw. an Ausflügen zur Transfăgărășan Mountain Road oder nach Transsylvanien teilgenommen. Ich kann nur empfehlen, besonders in den ersten Wochen alle Veranstaltungen mitzumachen. Man lernt viele Leute mit unterschiedlichen Nationalitäten kennen und kann viele Kontakte knüpfen. Insgesamt hatte Bukarest in meinem Semester ca. 500 internationale Studenten zu Gast.

ESN organisiert auch ein paar sportlichen Aktivitäten wie Paintball oder Lasertag. Die RAU hat darüber hinaus ein eigenes Fitnessstudio auf dem Campus, in dem man günstig trainieren kann. Mir persönlich war das aber zu klein. Deshalb habe ich mir ein anderes Fitnessstudio in der Nähe gesucht. Monatsverträge sind in Bukarest überhaupt kein Problem. Man muss also nicht wie bei vielen Fitnessstudios in Deutschland direkt Jahresverträge abschließen. Teilweise kann man auch einfach pro Trainingseinheit bezahlen.

Mobilfunk, Mobilität, Essen & more

Bezüglich Mobilfunkvertrag hatte ich mir eine Prepaidkarte von der Telekom geholt. Damit hatte ich pro Monat unbegrenztes Datenvolumen und 100 Freiminuten für 6 €. 4G-Empfang hat man so gut wie überall. In der RAU, Shoppingcentern sowie in Cafes gibt es aber meistens auch freies WiFi und dank EU-Roaming kann man auch einfach die deutsche SIM-Karte verwenden.

Zur Mobilität rate ich – besonders bei Ankunft am Flughafen –, nicht die öffentlichen Taxis zu benutzen, sondern Uber oder Bolt. Die Taxifahrer verlangen bei Ausländern oft mehr als üblich und bei über Uber seht ihr die Fahrtpreise vorher schon.

Mit einer Studenten-Transportkarte, die man nach ca. einem Monat von der RAU erhält, bekommt man 50 % Rabatt auf die Monatstickets der öffentlichen Verkehrsmittel. Darin sind Busse, Elektrobusse und Straßenbahnen enthalten. Leider keine U-Bahn. An der RAU ist aber auch keine U-Bahn-Station. Den ersten Monat habe ich die Monatskarte für Busse einfach ohne Vergünstigung geholt. Für 50 Lei, also etwas mehr als 10 €, ist es auch ohne Rabatt ziemlich günstig.

Eine Küche gibt es im Studentenwohnheim leider nicht. In der Kantine der RAU kann man aber gut und günstig essen. Wir hatten uns für unser Zimmer einen kleinen Kühlschrank bestellt, um etwas Wurst und Käse für das Frühstück zu haben. Am Wochenende oder am Abend, wenn die Kantine geschlossen ist, kann man ebenfalls gut und günstig im Baneasa oder im AFI-Einkaufszentrum essen. Dort gibt es viel zur Auswahl und auch eine Art frische Küche. Der nächste Supermarkt (Mega Image) ist 10 Gehminuten von der RAU entfernt und 24/7 geöffnet. Auch Lidl oder Kaufland gibt es in Bukarest.

Für einen Monat kann man mit folgendem gut hinkommen:
Studentenwohnheim = 110 €
Lebensmittel (Ohne selbst zu kochen) = 300 €
Ggf. Prepaidkarte = 6 €
Öffentliche Verkehrsmittel = 5 €

Natürlich, wenn man viel unternimmt, sollte man noch etwas draufrechnen und wenn man bspw. eine eigene Wohnung hat, sind die Kosten für Miete zwar höher aber die Kosten für Lebensmittel ggf. niedriger, da man mit eigener Küche nicht immer essen gehen muss. Im Allgemeinen ist Bukarest aber ziemlich günstig im Vergleich zu deutschen Städten. 


Fazit und Tipps

Würde ich ein Auslandsemester wieder in Rumänien machen? Ja! Es war eine einmalige Erfahrung. Die Menschen in Rumänien sind super nett. Vor allem viele junge Leute helfen einem gerne im Alltag weiter. Man fühlt sich willkommen. Darüber hinaus gibt es sehr viele schöne Städte, Landschaften und historische Schlösser zu sehen, an die ich mich noch lange und gerne erinnern werde. Beispiele: Draculas Schloss (Bran Castle), Peles Castle, Rasnov Citadel, Braşov in Transsilvanien, die Transfăgărășan Road …

Mit der Transportkarte der RAU kann man im ganzen Land kostenlos Zug fahren. So haben wir z. B. Trips nach Konstanza oder Timisoara gemacht. Von Timisoara aus haben wir einen günstigen FlixBus-Tarif nach Budapest gefunden und für einen Wochenendausflug genutzt. Allgemein empfehle ich, sich ein paar Freunde zu schnappen und FlixBus- und Flugpreise zu checken. Von Bukarest aus kann man einige Städte sehr günstig besuchen und coole Wochenendtrips organisieren, die auch mit einem Studentenbudget zu stemmen sind. Bspw. haben wir auch einen Trip nach Athen gemacht. Mit einer ESN-Karte bekommt man 15 % Rabatt bei Ryan Air.

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