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Tag der offenen Tür in Mettmann

Liebe Interessenten,

wir laden Sie herzlich zum Tag der offenen Tür nach Mettmann ein. Die Gelegenheit, den Campus näher kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen.



„Barcelona – weltoffen, verrückt und eine wunderbare Erfahrung!“

Erfahrungsbericht von Stephanie Quest

Bachelor-Studiengang International Business, Praktikum März - Juni 2018 in Barcelona/Spanien bei Servicios Informaticos Itelligence S.A.
Gefördert über Erasmus+     

Die Organisation vorab

Da ich mein Studium ohne festes Partnerunternehmen absolviere, habe ich für die Organisation des Auslandspraktikums die Unterstützung des International Office der FHDW angefragt. Hier wurde mir sehr kompetent weitergeholfen und ich bekam Empfehlungen für Unternehmenskontakte in Spanien. Mein Ziel war es, in einem spanischsprachigen Land zu arbeiten, da ich meine Spanischkenntnisse verbessern und die spanische Lebensweise näher kennenlernen wollte. Mit itelligence war schnell ein sehr angenehmer Kontakt hergestellt und ich wurde zu einem Bewerbungstelefonat eingeladen.

Daraufhin habe ich mich für die Erasmus+ Förderung beworben, die mir bei der Finanzierung des Aufenthalts sehr geholfen hat. In Verbindung mit dem Erasmus-Programm gibt es mit der ESN-Card verschiedene Vergünstigungsmöglichkeiten für die Buchung der Unterkunft, Flüge und weiteren Aktivitäten – diese muss allerdings einzeln beantragt werden.

Mit der Gruppenversicherung des DAAD habe ich mich gut abgesichert gefühlt und die Beantragung war sehr unkompliziert. Da ich kein spanisches Bankkonto und keine spanische Steuernummer beantragen musste und auch für den Aufenthalt keine weiteren Beantragungen notwendig waren, war der bürokratische Aufwand sehr gering. 

Günstiges Zimmer in internationaler WG

Gewohnt habe ich in einer WG nahe des Placa Espanya mit sehr guter Verkehrsanbindung. Das Stadtzentrum ist von dort innerhalb weniger Minuten mit der Metro zu erreichen, zum Flughafen gelangt man direkt mit dem öffentlichen Bus (46) und auch der Bahnhof Barcelona Sants mit einem Angebot an Regional- und Fernzügen ist nur wenige Gehminuten entfernt.

Das Zimmer habe ich über das Portal www.uniplaces.com gefunden und gebucht, womit ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe (auch wenn man bei der Seriosität der Angebote aufmerksam sein sollte!). Der Mail-Kontakt zu meiner Vermieterin war von Anfang an sehr freundlich und die Wohnung und vor allem die Küche waren super ausgestattet und sauber. Meine Mitbewohner kamen aus England und Peru – eine angenehme Mischung!

Durch die Lage der Wohnung außerhalb des Stadtzentrums und die Größe des Zimmers – ein Bett, ein Schrank, ein Nachtschrank, ein Gemeinschaftsraum (bei gutem Wetter vollkommen ausreichend!) – war die Miete mit knapp 300 €/Monat sehr günstig. Die Wohnsituation kann ich wärmstens weiterempfehlen!

Büro mit 360-Grad-Blick über Barcelona

itelligence ist ein namhafter SAP-Partner mit Hauptsitz in Bielefeld. Im Shared Service Center mit dem Fokus auf Finance & Controlling habe ich viel mit SAP gearbeitet und durfte bei der Erstellung und dem Versand von Rechnungen an Kunden, bei der Veränderung bestehender Projekte und der Recherche kundenbezogener Daten vor allem für die Sparte UK unterstützen.

Die Internationalität des Teams hat mir besonders gefallen. Auch die offene Arbeitsatmosphäre im Großraumbüro und der wunderschöne Ausblick aus dem 19. Stock über die Stadt bis zum Flughafen haben mich täglich fasziniert. Die Sprache war sehr gemischt – das Team hat untereinander viel Spanisch und teilweise Englisch kommuniziert, Meetings wurden bis auf ein paar Diskussionen in englischer Sprache gehalten. Ab und zu kam die katalanische Sprache hinzu – das war besonders in der Anfangszeit verwirrend. Die Teamatmosphäre war sehr familiär und auch wir Praktikanten wurden zu gemeinsamen Mittagessen, aber auch After-Work-Events und abteilungsübergreifenden Veranstaltungen, wie z. B. gemeinsamem BBQ samstags, herzlich eingeladen. 

Schöne Orte, leckeres Essen und viel gelernt

Auch wenn die Monate von März bis April „sehr regnerisch“ waren, waren Strandbesuche, um die spanische Sonne zu genießen, natürlich ein Muss – allerdings außerhalb von Barcelona abseits der Massen von Touristen, die vor allem an sonnigen Sonn- und Feiertagen das Stadtzentrum und den Strand überfüllen. Sehr zu empfehlen sind hierfür die Strände der Nachbarorte Badalona und Castelldefels, die mit dem lohnenswerten 3-Monats-Ticket zum Studentenpreis (ca. 100 € für unbegrenzte Fahrten mit Metro, Bus, Zug in Zone 1) sehr gut zu erreichen sind.

Ein Besuch der typischen Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum durfte natürlich nicht fehlen und die Free Walking Tour von Donkey Tours hat mit Charme und Expertise auch in die versteckten Orte der Stadt geführt. Der Montjuïc ist mit dem wunderschönen Blick vom Castell über die Stadt und mit der Fontäne, die am Wochenende abends viele Menschen anlockt, auch mehr als einen Besuch wert.

Kleine Supermärkte, die meist 24 Stunden 365 Tage im Jahr geöffnet sind, gibt es überall direkt um die Ecke. Die Preise sind hier allerdings etwas höher als in den großen Supermärkten, die normale Öffnungszeiten haben. Frisches Obst und Gemüse ist bei den lokalen Händlern günstiger und sehr viel geschmackvoller als in den Supermärkten – sehr empfehlenswert! Mittags bieten viele Restaurants günstige 3-Gänge-Menüs an – super, um sich durch die typischen Gerichte zu probieren.

Einen Spanischkurs habe ich in der Sprachschule Languages4Life im Stadtzentrum absolviert, in der ich in einer angenehm kleinen, lebensfrohen, international gemischten Gruppe spanische Konversationen zu verschiedenen Themen üben, aber auch kulturelle Besonderheiten und Feste kennenlernen durfte. Außerdem hat der Sprachkurs mir sehr geholfen, die anfänglich für Verwirrung sorgenden katalanischen Ausdrücke einzuordnen.

Bei den unzähligen kulturellen Veranstaltungen kann ich einen Konzertbesuch im Palau de la Música Catalana sehr empfehlen! Früh da sein, lohnt sich, denn das Gebäude selbst lädt schon zum Staunen ein. Wenn dann noch die Flamencotöne erklingen und eine sehenswerte Show beginnt, ist der Abend rundum gelungen!

Die Gegend erkunden

Um dem Trubel Barcelonas für eine Weile zu entfliehen, sind Ausflüge mit dem Zug Richtung Norden in die historische Stadt Girona oder Figueres – die Heimatstadt Dalís – sehr zu empfehlen. Auch gibt es verschiedene Veranstalter, die preiswerte Touren in umliegende Städte, z. B. nach Montserrat, speziell für Erasmus- oder internationale Studenten anbieten – natürlich auch super, um neue Leute kennenzulernen! In Barcelona selbst gibt es ein großes Angebot an Vorträgen an den Universitäten und weiteren Veranstaltungen, die neben spannenden Informationen weitere Kontaktmöglichkeiten bieten.

Der Flughafen in direkter Stadtnähe lädt sehr zum Erkunden weiterer Teile des Landes ein. Für ein langes Wochenende ist auch der Süden Spaniens, z. B. Sevilla – die Stadt der 1.000 Kirchen –, sehr gut zu erreichen. Günstige Übernachtungen sind dort in Airbnb-Zimmern und Hostels zu finden und die Stadt ist gut zu Fuß zu erkunden. Auch Destinationen außerhalb Europas, z. B. Marrakesch mit günstigen Übernachtungen in einem typischen Riad, sind schnell zu erreichen und hinterlassen beeindruckende Erinnerungen. Die Reise dorthin sollte allerdings mindestens zu zweit und bestenfalls mit Französischkenntnissen angetreten werden!

Neben all den neuen Kontakten, Orten und Erfahrungen, ist es natürlich auch immer schön, einen Abend mit den Kommilitonen, die ihr Auslandspraktikum auch in Barcelona absolvieren, zu verbringen und gemeinsam die spanische Kultur mit typischen Getränken, Tapas oder Paella zu genießen.


Fazit

Ein Auslandspraktikum ist die perfekte Möglichkeit, eine (fremde) Kultur und Lebensweise, Alltagsabläufe und Redewendungen, Feste und Besonderheiten des Landes, und auch sich selbst besser kennenzulernen! Barcelona ist eine weltoffene Stadt, in der man mit offenen Armen empfangen wird und die in jeglicher Hinsicht unendlich viele Möglichkeiten bietet. Ich persönlich kann von drei wunderbaren Monaten mit großartigen Erinnerungen berichten und verabschiede mich mit einem dankbaren ¡Hasta luego!