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"Am besten geht man dorthin, wo die automobile Zukunft gemacht wird"

Studierende des Master-Studiengangs Automotive Management auf Exkursion im Silicon Valley

Die Zukunftskonzepte der Auto-Mobilität bilden einen wichtigen Schwerpunkt des berufsbegleitenden Master-Studiengangs Automotive Management an der FHDW in Bergisch Gladbach. Und viele Ideen für das Auto der Zukunft – von Tesla über Uber bis Google – kommen derzeit aus dem kalifornischen Silicon Valley. Um aus erster Hand die Veränderungen der Branche wahrzunehmen, führte Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Bratzel im Juli 2017 eine Gruppe von Automotive-Management-Studenten im Rahmen einer einwöchigen Exkursion ins Silicon Valley. Dort konnten sie mit hochrangigen Managern von Automobilherstellern, Zulieferern und Big Data Playern die Mobilitätskonzepte vor Ort begutachten und über Zukunftsstrategien diskutieren.

Von Mercedes und Ford zu Cisco Systems und SAP 

Viele etablierte Automobilhersteller wie Daimler und Ford haben mittlerweile Zukunftszentren und Forschungslabore für Mobilitätskonzepte, Digitalisierung und Autonomes Fahren im Silicon Valley. So konnten sich die Studierenden auf Einladung von Mercedes-Benz Research & Development einen Eindruck vom Fortschritt der autonomen Fahrzeuge machen und mit dem Leiter Business Innovation, Rasheq Zarif, die aktuellen und künftigen Dienstleistungen und Geschäftsmodelle diskutieren. Bei Ford stellte der Leiter Advanced Consumer Experience, Jörg Ullrich, die Hintergründe und Strategien des Mobilitätsdienstes Ford Pass vor und gewährte einen Einblick in die Virtual-Reality-Welten, mit denen vernetzte Fahrfunktionen getestet und optimiert werden können.

Auf dem Programm standen auch Besuche von wichtigen IT-Playern im Valley. Cisco Systems zeigte den Studierenden in mehreren Vorträgen, wie eines der IT-Urgesteine die „Next Billion Dollar Opportunity“ entwickelt. Der Head of Automotive, Roland Kunz, führte aus, wie das Unternehmen gemeinsam mit Automobilherstellern die IT-Infrastrukturen von „Connected Cars“ erstellt. Bei SAP informierte Vice President Philipp Skogstad, wie mit Partnern aus der Branche Lösungen für das Auto der Zukunft entwickelt werden, wie wichtig die Suche nach „Talents“ sowie die Gestaltung der Arbeitsumgebung der Mitarbeiter für das Innovationsmanagement ist. Gegenüber von SAP in Palo Alto residiert der Elektropionier Tesla. Auch auf den waren die Studierenden neugierig – durften aber nur in die Ausstellungsräume, die Produktion war tabu. 

Fahrt im autonomen Fahrzeug von Delphi

Welche Fortschritte das autonome Fahren macht, konnte die Gruppe beim Automobilzulieferer Delphi begutachten und mit den Managern diskutieren. Delphi zählt nach Google zu den Unternehmen, die die meisten Testkilometer mit autonomen Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen zurückgelegt haben. In einer faszinierenden Testfahrt mit einem der wenigen autonomen Fahrzeuge von Delphi konnten sich die Studierenden von deren Entwicklungsstand auf den Straßen des Silicon Valley überzeugen.

Regelmäße Exkursionen im Master-Studiengang

„Für einen praxisorientierten Hochschulstudiengang wie Automotive Management an der FHDW braucht es innovative und interaktive Lehr- und Lernformate, die einen intensiven Austausch zwischen Theorie und Praxis ermöglichen. Und am besten geht man dorthin, wo die automobile Zukunft gemacht wird“, so Studiengangsleiter Stefan Bratzel. In regelmäßigen Abständen nimmt er die Studierenden mit auf Exkursion. So können sie die Zukunftsstrategien aus erster Hand von und bei den Praktikern „erfahren“. Exkursionen wie ins Silicon Valley oder davor nach Schanghai und Peking schaffen dabei für Studierende wie auch Lehrende nicht nur bleibende Erinnerungen, sondern sehr wertvolle Erfahrungen.