Donnerstag, 17. Mai 2012

Es ist nicht leicht, ein Unternehmen zu führen

FHDW-Unternehmensplanspiel im Gymnasium Schloß Neuhaus, Paderborn
Lehrer Rainer Sroka berichtet

Die FHDW bot nach einer Informationsveranstaltung am Gymnasium Schloß Neuhaus im März 2006 dieses interessante Projekt in ihren top ausgestatteten Räumen in der Fürstenallee an und hatte mit Andreas Jäsche an beiden Nachmittagen des 7. und 8. Februar 2007 einen kompetenten Projektleiter, der unsere Schülerinnen und Schüler bei deren unternehmerischen Überlegungen und Entscheidungen hilfreich zur Seite stand. 

"Learning business by doing business": Wie kann sich ein Unternehmen mit einem technischen Produkt, einem Kopiergerät, längerfristig und erfolgreich auf einem umkämpften Markt behaupten und dabei flexibel auf die sich permanent verändernden volks- und betriebswirtschaftlichen Faktoren reagieren? Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zunächst im Heimstudium mittels eines vielseitigen Skripts zum Projekt auf diese Fragestellungen vorbereitet. 
36 Gymnasiasten sind gespannt auf's Planspiel.
Hartmut Klein (l.) und Andreas Jäsche legen los.
Die Unterlagen ...
... müssen gründlich studiert werden.
Während der Veranstaltung selber drehten die "angehenden" Unternehmer in ihren Vorständen an den einzelnen "Stellschrauben", um ihr Unternehmen erfolgreich am Markt zu etablieren. Aber schnell mussten sie in den einzelnen Spielrunden erkennen, dass es nicht so leicht ist, ein Unternehmen mit Erfolg zu führen. Die Konkurrenz schläft eben nicht. Mit Hintergrundinformationen, z. B. wie man eine Bilanz liest und versteht, wurden zwischendurch unternehmerische Basics transparent gemacht. Anschließend setzten sich die einzelnen Teams wieder zusammen und berieten ihre Unternehmensstrategien und -entscheidungen.

Spannend war dennoch die Frage, welches sechsköpfige Team (sprich: Unternehmen) am Ende des Simulations-Projekts als Sieger "vom Markt geht": mit dem Markterfolg des Produkts, ohne Kapitalverlust und Kreditaufnahme, mit realistischer Preisgestaltung, unter Auslastung der Fertigungsstraßen und unter fairer Behandlung des Humankapitals, also der Arbeitnehmer. Jan Kölling konnte mit seiner "Vorstandsetage" in der Endabrechnung den Sieg davontragen. Sie hatten ihre Kosten im Griff, waren mit ihrer Hochpreisstrategie auf Dauer erfolgreich und reagierten am effektivsten auf die Strategien ihrer Konkurrenten.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten sicherlich mit diesen zwei Nachmittagen an der FHDW Paderborn eine Gratis-Übung für das anstehende Abitur, aber auch - und das zählt vor allem - ein Stück Zukunftsorientierung, wenigstens aber betriebswirtschaftlich und volkswirtschaftliche Grundbegriffe und Denkweisen vermittelt, die mit praxisbezogenen Erfahrungen konkretisiert wurden. FHDW-Leiter Prof. Dr. Wagner und den Dozenten Hartmut Klein und Andreas Jäsche (jäsche [marketing]) gebührt für ihr Engagement unser herzlicher Dank.
Andreas Jäsche gibt wertvolle Tips.
Und das war das erfolgreichste "Unternehmen".
Die FHDW ist nicht nur ein interessanter, sondern geradezu idealer Partner für die Oberstufe des Gymnasiums Schloß Neuhaus. Denn diese bundesweit mit ihren Studiengängen und Abschlüssen anerkannte private Fachhochschule mit bemerkenswerten Verbindungen zu deutschen Unternehmen ist für angehende Abiturienten gut aufgestellt und ein empfehlenswerter Studienort: Gerade für Schülerinnen und Schüler unserer Schule eine gute Adresse. Die Studiengänge Business Administration, International Business und Wirtschaftsinformatik mit Bachelor- und Master-Abschlüssen und mit der Möglichkeit eines dualen Studiums gehören zum Aufgabenspektrum dieser renommierten Fachhochschule.

Wie anerkannt dieses spezielle Segment des tertiären Bildungswesens ist, mag das folgende Statement von FHDW-Leiter Prof. Dr. Franz Wagner verdeutlichen: Ein Informatikstudent mit einem 2,2- Abiturabschluss bekommt mit 99%-iger Sicherheit für sein Studium ein ihn begleitendes Unternehmen (=Sponsor) und hat eine Festanstellung bei erfolgreich absolvierter Prüfung so gut wie sicher. Unsere Ehemaligen, die die FHDW durchlaufen (haben), berichten jedenfalls äußerst positiv.