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Samstag, 4. Februar 2012
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Forschungsbericht
Integration kontext-sensitiver mobiler Geräte in Geschäftsprozesse
Forschungsprojekt der FHDW mit eck*cellent IT
Unter den vielen Entwicklungen, die die IT in den Unternehmen vor Herausforderungen stellen, lassen sich heute zwei Tendenzen festmachen, die eine ganz besondere Bedeutung besitzen: die zunehmende Automatisierung von Abläufen auch über stationäre Unternehmensgrenzen hinaus und das massive Aufkommen mobiler Geräte.
Das Forschungsteam (v.l.): Projektleiter Prof. Dr.
Willi Nüßer, Prof. Dr. Harald König (beide FHDW),
Thomas Rustemeyer (eck*cellent), Matthias Füller,
André Kluge (beide FHDW) und Holger Haase
(eck*cellent).
Abläufe im Unternehmen oder zwischen Kunden und Unternehmen müssen immer stärker automatisiert werden, um dem gestiegenen Datenaufkommen oder dem Wunsch nach anspruchsvolleren Dienstleistungen gerecht zu werden. Eine manuelle Erfassung vieler Daten ist heute aus Massengründen undenkbar, ein wenig flexibles Dienstleistungsangebot zumindest sehr unbequem und ein Wettbewerbsnachteil.
Auf der anderen Seite haben sich mobile Geräte in den letzten Jahren sehr verbreitet. Das reicht von Mobiltelefonen über Laptops und Navigationssystemen bis hin zu großen Land- und Baumaschinen, die schon als mobile Produktionsstätten betrachtet werden können. Aufgrund der hochwertigen technischen Ausstattung, insbesondere der Leistungsfähigkeit der Hardware und der Netzwerkfähigkeit dieser Geräte, können diese Systeme auch zunehmend nicht-triviale Aufgaben in Unternehmensabläufen übernehmen. Sie fungieren als automobile Funktionsträger, die erheblich zum erhöhten Datenaufkommen oder zu höheren Ansprüchen an Software-Leistungen beitragen.
Diese beiden Entwicklungen haben eine naheliegende Konsequenz: die mobilen Geräte müssen flexibel in Unternehmensabläufe integriert werden. Dabei muss der Kontext, in dem sich das Gerät gerade befindet, berücksichtigt werden. Dieser Kontext beinhaltet bei mobilen Geräten sicherlich Informationen über den aktuellen Ort des Geräts – eine Information, die über moderne Satellitennavigationssysteme, wie GPS oder auch Galileo, erhältlich ist.
Die zentrale Fragestellung unseres Forschungsprojektes kann damit in folgender Weise umrissen werden: Wie können mobile Geräte kontextabhängig und weitgehend automatisiert in Geschäftsprozesse integriert werden? Dabei steht nicht die konkrete Modellierung der Geschäftsprozesse im Vordergrund - Anwendungsszenarien aus der Land- und Bauwirtschaft sowie der Touristik dienen nur der präzisen Anforderungsanalyse - sondern die Schaffung einer technischen Infrastruktur, in der nachfolgend unterschiedlichste Geschäftsprozesse mit kontextabhängigen Komponenten ablauffähig sind. Diese Fragestellung ist in der angewandten Forschung noch weitgehend unbehandelt.
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Das Forschungsprojekt realisiert die FHDW Paderborn/Bielefeld in Zusammenarbeit mit der
eck*cellent IT GmbH
.
Im Wettbewerb des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW "Transfer.NRW: Science-to-BusinessSpeed" konnte sich das Forschungsprojekt "Integration kontext-sensitiver mobiler Geräte in Geschäftsprozesse" 2010 in einem hochklassigen Feld durchsetzen. Die Förderung beträgt 275.000 Euro für eine Laufzeit von zwei Jahren. Aus der Idee soll zunächst ein Marktkonzept werden, dem nach diesen zwei Jahren auch die Unternehmensgründung folgen soll.